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10.08.2016

07:44 Uhr

Wistiki by Philippe Starck im Test

Wachhund für den Schlüsselbund

VonChristof Kerkmann

Der Schlüssel ist in einer Handtasche oder der Sofaritze versteckt? Der smarte Anhänger von Wistiki hilft mit einem Alarm bei der Suche und sieht dabei noch gut aus. Dabei schlägt Design allerdings Nachhaltigkeit.

Geht der Schlüssel (oder ein anderes Objekt mit Wistiki-Anhänger) in der näheren Umgebung verloren, können Nutzer per App einen Alarm auslösen. (Foto: C. Kerkmann)

Schlüsselanhänger Wistiki Voilà

Geht der Schlüssel (oder ein anderes Objekt mit Wistiki-Anhänger) in der näheren Umgebung verloren, können Nutzer per App einen Alarm auslösen. (Foto: C. Kerkmann)

Wo habe ich den Schlüssel abgelegt? In welcher Tasche steckt das Portemonnaie? Und hinter welchem Gebüsch treibt sich der Hund herum? Bei der Beantwortung dieser Fragen will das französische Start-up Wistiki helfen: Es hat eine neue Serie handlicher Anhänger entwickelt, der sich mit dem Smartphone orten lassen. Die Idee ist charmant, stößt im Alltag aber an Grenzen, wie ein Test von Handelsblatt Online zeigt.

Das Unternehmen hat Ortungsgeräte für verschiedene Zwecke gestaltet. Bisher verfügbar ist das Modell Voilà, das sich dank einer Aussparung am Schlüsselring befestigen lässt. In Arbeit sind zwei weitere Modelle, die Ende des Jahres auf den Markt kommen sollen: Ahá lässt sich mit einer Schlaufe am Rucksack oder Hundehalsband befestigen, Hopla kommt im Format einer Kreditkarte daher und passt somit ins Portemonnaie. Für die ansehnliche Gestaltung aus glattem Metall und buntem Kunststoff in vier verschiedenen Farben ist der französische Designer Philippe Starck verantwortlich.

Das Produkt in aller Kürze

Was ist es?

Ein Schlüsselanhänger, der per Bluetooth mit dem Smartphone verbunden wird. Über die App lässt sich ein Alarm auslösen, um den Schlüssel zu finden. Umgekehrt lässt ein Knopfdruck am Anhänger das Smartphone ertönen.

Was sagt die Werbung?

Never lose your things again! Auf Deutsch: Verliere deine Sachen nie wieder!

Wer steckt dahinter?

Drei Brüder haben das französische Start-up Wistiki 2014 gegründet. Ursprünglich wollten sie ein Ortungsgerät entwickeln, um entlaufene Katzen wiederzufinden. Nach mehreren Finanzierungsrunden haben sie die Produktpalette ausgeweitet.

Was ist gelungen?

Das Design ist schlicht und schön. Die Lokalisierung funktioniert im näheren Umkreis zuverlässig. Der Ton ist so laut, dass man ihn auch dann hört, wenn der Schlüssel tief in einer Tasche vergraben ist.

Was ist nicht gelungen?

Der wichtigste Kritikpunkt: Da sich die Batterie nicht austauschen lässt, ist das Gerät nach drei Jahren praktisch nutzlos. Der Hersteller verspricht zwar ein Austauschprogramm, aber nachhaltig ist das nicht.

Was kostet das Gerät?

Hersteller Wistiki empfiehlt einen Preis von 50 Euro. Im Vergleich zu anderen smarten Schlüsselanhängern ist das ein stolzer Preis.

Lohnt sich der Kauf?

Das kommt drauf an, wie wichtig einem das Äußere ist. Der Wistiki-Anhänger hebt sich mit dem Design von Philippe Starck von der Konkurrenz, kostet allerdings auch deutlich mehr.

Die Einrichtung des Geräts geht schnell: Auf dem Smartphone die App installieren, auf dem Anhänger kräftig einen Knopf drücken – schon verbinden sich beide per Bluetooth. Die Verbindung muss immer aktiv bleiben, damit die Ortung funktioniert. Schaltet man sie aus, meldet sich die Software penetrant.

Geht der Schlüssel (oder ein anderes Objekt mit Wistiki-Anhänger) in der näheren Umgebung verloren, können Nutzer mit der App einen Alarm auslösen. Die Melodie, die an ein Telespiel aus den 90er Jahren erinnert, ist auch dann noch gut hörbar, wenn der Bund in den Tiefen einer Jacke vergraben liegt. Das funktioniert praktischerweise auch umgekehrt: Ein kräftiger Druck auf die Taste am Schlüsselanhänger lässt das Smartphone klingeln.

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