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13.12.2015

10:55 Uhr

Weltklima-Gipfel

Die Pariser Beschlüsse im Detail

Das in Paris beschlossene Weltklimaabkommen gilt als Meilenstein im Kampf gegen die Erderwärmung. Mehr als 190 Staaten erklärten sich bereit, weniger schädliche Treibhausgase in die Luft zu blasen.

Historisch haben vor allem die Industrieländer Emissionen in die Luft gepumpt. Doch längst spielen aufstrebende Schwellenländer wie Indien und China eine entscheidende Rolle, wenn man den Temperaturanstieg eindämmen will. Die pochen aber auf ihr Recht, wirtschaftlich zu den reichen Staaten aufzuholen. Einige Experten meinen: Wenn die Konferenz scheitert, dann an diesem Punkt. dpa

Lastenteilung

Historisch haben vor allem die Industrieländer Emissionen in die Luft gepumpt. Doch längst spielen aufstrebende Schwellenländer wie Indien und China eine entscheidende Rolle, wenn man den Temperaturanstieg eindämmen will. Die pochen aber auf ihr Recht, wirtschaftlich zu den reichen Staaten aufzuholen. Einige Experten meinen: Wenn die Konferenz scheitert, dann an diesem Punkt.

LANGFRISTIGES ZIEL:
Langfristig soll das Abkommen sicherstellen, dass die globale Erwärmung „deutlich unter“ zwei Grad Celsius und möglichst bei nur 1,5 Grad bleibt - gemessen an der vorindustriellen Zeit. Bis heute sind die Temperaturen allerdings schon um ein Grad gestiegen. Um das jetzt verankerte Ziel zu erreichen, sagen alle Staaten zu, den Anstieg der Treibhausgasemissionen so schnell wie möglich zu stoppen. In der zweiten Hälfte des Jahrhunderts sollen nur noch Menschen nur noch so viel Klimagase verursachen, wie Wälder, Böden und Ozeane auf natürliche Weise aufnehmen können.

EMISSIONSZIELE:
Um das langfristige Ziel zu erreichen, haben die Länder vereinbart, alle fünf Jahre nationale Ziele zur Senkung der Emissionen zu setzen. Mehr als 180 Staaten haben bereits ihre Ziele für die erste Runde veröffentlicht, die 2020 beginnen soll. Es wird erwartet, dass nur Industriestaaten ihre Schadstoffe in absoluten Zahlen drastisch zurückschrauben können. Schwellenländer werden „ermutigt“, es ihnen gleichzutun in dem Maße, wie ihre Möglichkeiten dazu wachsen. Bis dahin sollen sie sich darauf konzentrieren, den Anstieg ihrer Emissionen zu kontrollieren, während ihre Wirtschaft wächst.

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ÜBERPRÜFUNG DER ZIELE:
Die anfänglichen Ziele werden nicht einmal ausreichen, um das Zwei-Grad-Ziel zu sichern, geschweige denn das ehrgeizige 1,5-Grad-Ziel. Deshalb ruft das Abkommen die Regierungen auf, ihre eigenen Ziele in den kommenden vier Jahren zu überprüfen und diese möglichst zu aktualisieren. Es gibt keine Pflicht, die Emissionen stärker zu senken. Doch hofft man, dass dies möglich sein wird, falls erneuerbare Energiequellen günstiger und effizienter werden.

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