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03.12.2015

16:36 Uhr

Wolfgang Clement

Geht's ein bisschen kleiner?

VonWolfgang Clement

Der ehemalige Bundeswirtschafts- und - arbeitsminister Wolfgang Clement hält ein Plädoyer gegen die Weltuntergangsbeschwörungen der Klimapolitik.

Glaubt denn irgendjemand, die Klimaforschung sei heute in der Lage, den Anstieg der Erderwärmung fürs Jahr 2100 präzise zu bestimmen? dpa

Wolfgang Clement

Glaubt denn irgendjemand, die Klimaforschung sei heute in der Lage, den Anstieg der Erderwärmung fürs Jahr 2100 präzise zu bestimmen?

DüsseldorfDer Nachrichtenkonsument muss in diesen Tagen ganz stark sein: Die Produzenten und Lieferanten unserer tagtäglichen News laufen heiß, auf vollen Touren. Und die Ereignisse sind ja scheinbar auch danach. Sie überschlagen sich förmlich. Ob es die "Flüchtlingsströme" sind, die sich ganz besonders und immer noch in unser Land ergießen und dasselbe angeblich zu überschwemmen drohen. Oder ob es um den "Krieg" gegen die islamistischen IS-Terroristen geht, den das "Handelsblatt" postwendend zum "Weltkrieg III" erklärte. Oder um den Pariser "Klima-Gipfel", der gemessen an den Reden der bedeutendsten unter den anwesenden 150 Staats- und Regierungschefs die letzte Chance vor dem nahenden Weltuntergang darzustellen scheint.

Habt ihr's nicht ein bisschen kleiner? "Auf Ihren Schultern ruht die Hoffnung der gesamten Menschheit." Das war die Tonlage, die der gastgebende Premier Hollande anschlug, als er die Teilnehmer einer nahezu globalen Konferenz begrüßte, an der neben 40.000 Gästen (!) mehr Staats- und Regierungschefs teilnahmen als je zuvor an einem Gipfel dieser Art. Ob's hilft?

So kurz vor Schluss seiner Amtszeit ließ sich jedenfalls auch der amerikanische Präsident Obama nicht lumpen. Er erwartet von der - nach seiner Abreise beginnenden - Konferenzdebatte eine Übereinkunft, die nicht weniger als einen "Wendepunkt für die Rettung des Planeten" markiert. Die deutsche Zielsetzung, an einem Pavillon angeschlagen, klang demgegenüber ganz pragmatisch, aber kaum überraschend: "Unter 2 Grad - gemeinsam schaffen wir das ..."

Die wichtigsten Unternehmen im Bereich Erneuerbarer Energien

Platz 8: Sinovel

Um das Jahr 2011 gehörte Sinovel lange zu den größten Windkraftanlagenherstellern der Welt. Im Jahr 2014 erwirtschaftete der chinesische Konzern einen Umsatz in Höhe von 484 Millionen US-Dollar.

Quelle: Statista.com

Platz 7: Renewable Energy

Die Renewable Energy Corporation ist bereits seit 1994 für Photovoltaik-Module tätig. Der Solarmodulhersteller aus Norwegen hat im Jahr 2013 einen Umsatz in Höhe von 500 Millionen US-Dollar gemacht.

Platz 6: Solarworld

Bei dem angeschlagenen deutschen Konzern Solarworld scheint es wieder besser zu laufen. Im Jahr 2014 erwirtschaftete der in Bonn ansässige Solarstromtechnologiekonzern einen Umsatz von rund 573 Millionen US-Dollar.

Platz 5: Shunfeng International Clean Energy

Die Shunfeng International Clean Energy aus China ist ein im alternativen Energiebereich führender Lösungsanbieter. Der Umsatz des Konzerns lag 2014 bei 768 Millionen US-Dollar.

Platz 4: Ming Yang

Im Bereich Windkraftanlagenhersteller gibt es eine Reihe von unterschiedlich strukturierten Unternehmen. Ming Yang aus China ist seit 2006 aktiv. Der Konzern hat im Jahr 2014 den Umsatz auf rund 779 Millionen US-Dollar gesteigert.

Platz 3: First Solar

Der US-amerikanische Solarriese will in Zukunft mit Sunpower gemeinsame Sache machen und eine neue Firma gründen. Bis dahin verdient First Solar gut: Im Jahr 2014 wurde ein Umsatz in Höhe von 2,79 Milliarden US-Dollar erwirtschaftet.

Platz 2: Enercon

Enercon steigerte 2013 seinen Umsatz auf 4,88 Milliarden US-Dollar. Der Windkraftanlagenhersteller aus Aurich will ab dem ersten Quartal sein Wartungskonzept zunächst in Deutschland umstellen. Die Umstellung soll vor allem Kosten sparen.

Platz 1: Vestas

Der Weltmarktführer für Windräder hat 2014 den meisten Umsatz gemacht – 6,91 Milliarden US-Dollar. Zuletzt meldete das dänische Unternehmen Probleme mit Mitarbeitern, die mithilfe überhöhter Rechnungen in die eigene Tasche gewirtschaftet haben könnten.

Warum um alles in der Welt bedarf es stets nur der allzu einfach durchschaubaren Überhöhungen, die zu Recht die Zweifler auf den Plan rufen ("Wie viele Weltuntergänge haben wir schon überlebt?") und die überdies extrem fehleranfällig sind? Glaubt denn irgendjemand, die Klimaforschung sei heute in der Lage, den Anstieg der Erderwärmung fürs Jahr 2100 präzise zu bestimmen? Oder: Das Weltklima sei allein CO2-hörig? Oder: Die 100 Milliarden Dollar für den südlichen Teil des Planeten kämen Jahr für Jahr aus den Kassen des reichen Norden tatsächlich zusammen? Und diese Gelder würden ausschließlich rational zur Abwehr der Erderwärmung oder der Eindämmung von deren Folgen verwandt? Man sollte die Bereitschaft zum guten Glauben der Menschheit wirklich nicht überfordern!

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