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17.01.2001

18:51 Uhr

Erst dann, wenn keiner mehr an eine Wende glaubt, kommt sie. Zumindest behauptet dies eine alte Börsenweisheit. Nach den Horrormeldungen der vergangenen Monate diesseits und jenseits des Atlantiks ist dieser Regel zufolge die Chance für einen nachhaltigen Trendwechsel bei Technologiewerten praktisch täglich gestiegen. Doch Vorsicht: Situationen wie die aktuelle hat die Börse in der letzten Zeit schon einige gesehen. Kurzen Erholungsphasen folgte oft der erneute Absturz.

Dafür, dass es diesmal anders sein könnte, spricht einiges. Sicher sind viele Negativmeldungen in den Kursen berücksichtigt, sicher war die Stimmung zuletzt nahe dem Nullpunkt, so dass nun jede Meldung mit positivem Anstrich belohnt wird. Sicher ist auch, dass viele institutionelle Anleger nur auf ein eindeutiges Startsignal warten, um ihre vergleichsweise hohen Geldbestände zu investieren. Außerdem hat die Umschichtung in konservative Papiere deren Kurse zum Teil auf ein unattraktiveres Niveau getrieben.

Soweit der Rahmen. Doch die Stunde der Wahrheit wird für die Technologieaktien zur Jahresmitte schlagen. Erst wenn die so genannten Qualitätstitel an der Nasdaq und am Neuen Markt beweisen, dass sie wenigstens die korrigierten Planzahlen erreichen können, werden sich die Märkte stabilisieren. Wer allerdings dann erst einsteigt, minimiert zwar das Risiko, aber auch die Chance auf lukrative Renditen.



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