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23.01.2002

08:54 Uhr

Technologiewerte im Blick

Dax knapp fester erwartet

Die deutschen Aktienwerte dürften nach Einschätzung von Händlern am Mittwoch etwas fester in die Sitzung starten. Im Mittelpunkt des Interesses stünden vor allem die Technologiewerte, nachdem SAP und die im Nebenwerte-Index M-Dax gelistete Software AG am Morgen Geschäftszahlen vorgelegt hätten.

rtr FRANKFURT. Zudem werden die Zahlen von Siemens erwartet. Wie bereits in den vergangenen Tagen müsse mit einer starken Zurückhaltung der Anleger und entsprechend niedrigen Umsätzen gerechnet werden, hieß es. Dieser Trend werde voraussichtlich in den kommenden Wochen anhalten. Für den Tagesverlauf sagten die Börsianer wenig veränderte bis leicht festere Kurse voraus.

Die Citibank berechnete den Deutschen Aktienindex (Dax) gegen 08.30 Uhr mit 5053 Punkten, nach einem Schluss von 5045,72 Zählern am Dienstag. Das Handelshaus Lang & Schwarz sieht den Dax bei 5054 Punkten und die Deutsche Bank bei 5056 Stellen. Am Neuen Markt rechnen die drei Institute mit einer knapp festeren Eröffnung des Auswahlindexes Nemax50, nach einem Schluss am Dienstag von 1149,10 Zählern.

Ein Händler sagte, die Geschäftsergebnisse und insbesondere die Ausblicke der wichtigen Unternehmen könnten den Dax zwar kurzfristig in die eine oder andere Richtung bewegen. Ein Ausbruch aus der aktuellen Handelsspanne von 4870 bis 5350 Punkten sei allerdings unwahrscheinlich. "Da (in dieser Kursspanne) sind wir auch gut aufgehoben", fügte er hinzu.

Der Softwarekonzern SAP hat im abgelaufenen Geschäftsjahr seinen Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 17 % auf 7,34 Mrd. ? gesteigert und will diesen Trend bei verbesserter Marge 2002 fortsetzen. Die Zahlen seien auf den ersten Blick in Ordnung, sagten Marktteilnehmer. Größeren Einfluss auf den Gesamtmarkt dürften die Aktien jedoch nicht haben. Die Titel tendierten im vorbörslichen Geschäft des Handelshauses Lang & Schwarz rund ein halbes Prozent fester.

Software AG steigerten ihren Umsatz im vierten Quartal um 36 % auf 160 Mill. ? bei einer Marge von deutlich über 20 %. Die Papiere legten vorbörslich rund zwei Prozent zu.

Siemens-Chef Heinrich von Pierer hat bereits vergangene Woche für das abgelaufene Quartal eine deutlich Verbesserung der operativen Gewinne in Aussicht gestellt, ohne konkrete Zahlen zu nennen. Neben den Ergebnissen von Siemens warten die Anleger Börsianern zufolge noch gespannt auf die Zahlen des Biotechnologieunternehmens Amgen, von Boeing und STMicroelectronics. Der Chemiekonzern BASF hat nach einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" Rechtsbeschwerde gegen die Kartellgenehmigung der geplanten Tankstellenfusion von Shell und Dea sowie BP und Aral/Veba Oel eingelegt.

Der trübe Geschäftsausblick einiger Technologiekonzerne hat nach Händlerangaben am Dienstag die Kurse an den New Yorker Aktienmärkten gedrückt. Die Blue Chips seien unter anderem von Nachrichten über den Konkursantrag der US-Supermarktkette Kmart belastet worden. Der Dow-Jones-Index schloss 0,59 % im Minus auf rund 9713 Zählern. Der technologielastige Nasdaq-Index rutschte 2,47 % auf 1882 Punkte. Bei Börsenschluss in Deutschland hatten diese Indizes 0,25 % beziehungsweise 1,95 % tiefer tendiert.

Der Tokioter Aktienmarkt hat am Mittwoch zum Schluss ins Minus gedreht. Nach dem Konkursantrag von Kmart habe sich die Stimmung vor allem für Bankenwerte wegen Sorgen über faule Kredite verschlechtert, hieß es am Markt. Der Nikkei-Index schloss 0,1 % im Minus bei 10 040,91 Punkten. Die Börse in Hongkong litt nach Aussagen von Marktteilnehmern ebenfalls unter den schwachen US-Vorgaben. Der Hang-Seng-Index tendierte am frühen Morgen (MEZ) 0,23 % leichter bei 10 777 Punkten.

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