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10.02.2003

09:55 Uhr

Telekom-Geschäft verhilft 2002 zu Umsatzplus

Vivendi Universal legt wieder zu

Dank guter Geschäfte seiner Telekommunikations-Sparte hat der weltweit zweitgrößte Medienkonzern Vivendi Universal den Umsatz im vergangenen Jahr um sechs Prozent gesteigert.

Reuters PARIS. Mit Erlösen von 61 Milliarden Euro verfehlte der französisch-amerikanische Konzern aber knapp die Erwartungen der Analysten, die von 61,1 bis 62,3 Milliarden Euro reichten. Im vierten Quartal sei der Umsatz zum Vorjahreszeitraum um ein Prozent auf 16,4 Milliarden Euro gestiegen, teilte das hoch verschuldete Unternehmen am Montag in Paris mit. Gegen den Trend des Gesamtmarktes legten Vivendi-Aktien am Vormittag an der Börse in Paris um 2,57 Prozent auf 14,36 Euro zu.

Einen besonders hohen Zuwachs verzeichnete die Vivendi-Telekommunikationstochter Cegetel/SFR. Ihr Umsatz stieg um elf Prozent auf 7,1 Milliarden Euro. Die Zahlen unterstreichen die Bedeutung dieser Sparte für den Konzern, der sich jüngst im Bieterwettstreit um die Mehrheitsübernahme von Cegetel gegen Vodafone durchgesetzt hatte. Vivendi hält nunmehr 70 Prozent an Cegetel.

In der Unterhaltungssparte Vivendis legte der Umsatz 2002 ohne Berücksichtigung des Kaufs von USA Networks lediglich um zwei Prozent zu. Zu Vivendi gehören die Universal Studios in Hollywood, in denen unter anderem Kinohits wie "Der Rote Drache" oder "8 Mile" produziert wurden.

Ohne bereits verkaufte Geschäftsbereiche stieg der Jahresumsatz um elf Prozent auf 28,1 Milliarden Euro und im vierten Quartal um fünf Prozent. Der Medienkonzern hatte 2002 unter anderem den Verkauf der Hälfte seines 40-prozentigen Anteils am Wasserversorger Vivendi Environnement angekündigt. Diese Sparte war einst die Keimzelle des Konzerns. Mit einer beispiellosen Einkaufspolitik hatte der frühere Vivendi-Chef Jean-Marie Messier das Unternehmen an den Rand des finanziellen Kollaps geführt. Um seine Schulden von knapp 20 Milliarden Euro zu reduzieren, hat Vivendi inzwischen wieder große Teile seines Geschäfts veräußert.

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