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08.02.2002

08:55 Uhr

Telekom im Fokus

Ruhiger Wochenausklang in Frankfurt erwartet

Nach den späten Kursverlusten an den US-Börsen werden nach Händlerangaben auch die deutschen Aktienmärkte am Freitag schwächer eröffnen, wobei die Deutsche Telekom im Blickpunkt stehen könnte.

Reuters FRANKFURT. "Die Leitbörsen in den USA sind zuletzt noch stark abgerutscht. Das werden wir hier nachmachen", sagte ein Aktienhändler. Mehr als ein Prozent leichter tendierten bereits im vorbörslichen Handel die Papiere der Telekom . Einem Zeitungsbericht zufolge wird der US-Konzern Liberty Media keine Zugeständnisse an das Bundeskartellamt machen, um den Kauf der Kabelsparte von der Telekom doch noch zu ermöglichen. "Das ist keine gute Nachricht, vieles ist aber bereits im Kurs eingepreist", sagte ein Händler.

Der Deutsche Aktienindex (Dax) wird nach der vorbörslichen Berechnung verschiedener Handelshäuser zwischen 4830 und 4833 Punkten eröffnen. Am Donnerstag hatten die deutschen Standardwerte 1,21 % gewonnen und bei 4862 Punkten geschlossen. Dennoch hat der Dax seit Wochenbeginn 4,6 % verloren. Der Neue Markt, dessen Auswahlindex Nemax 50 am Vortag kaum verändert geschlossen hatte, wird Händlern zufolge rund zwei Prozent leichter in die Sitzung starten.

In den USA hatte der Dow-Jones-Index der Standardwerte am Donnerstag 0,29 % und die Technologiebörse Nasdaq 1,69 % verloren. Zum deutschen Handelsschluss hatten beide Indizes noch in der Gewinnzone gelegen.

Im Blickpunkt des Dax-Handels könnten neben der Telekom auch die Papiere des Autoherstellers BMW stehen. BMW hatte in der Nacht zum Freitag mitgeteilt, den weltweiten Fahrzeugabsatz im Januar gegenüber dem Vorjahresmonat um 18,7 % auf 77 807 Einheiten gesteigert zu haben. "Das zeigt die stabile Nachfrage nach Luxusautos auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten", sagte ein Börsianer.

Am Neuen Markt könnten Funkwerk , FJA und Nordex Anlegerinteresse auf sich ziehen. Nach der jüngsten Januar-Rangliste der Deutschen Börsen, die maßgeblich für die Zusammensetzung des Blue-Chip-Index Nemax 50 ist, gehören die drei Unternehmen nach den relevanten Kriterien des Börsenumsatzes und der Marktkapitalisierung zu den 60 größten Unternehmen des Segmentes und könnten damit in den Nemax 50 aufgenommen werden. Als mögliche Absteiger aus dem Nemax 50 gelten Primacom und Trintech.

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