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23.01.2002

19:00 Uhr

Telekom will Mobilfunksparte 2002 an die Börse bringen

T-Mobile hält an Börsenplänen fest

Die Deutsche Telekom lässt sich in ihren Börsenplänen nicht beirren. Aktien der Mobilfunksparte T International-Mobile sollen in diesem Jahr platziert werden, bekräftigte Kai-Uwe Ricke, im Telekom-Vorstand für den Mobilfunk verantwortlich.

slo DÜSSELDORF. Zwar sei über diesen Schritt in den Gremien des Bonner Konzerns noch nicht entschieden, es bestehe aber kein Zweifel mehr, dass der Börsengang in diesem Jahr angestrebt werde, sagte Ricke. Als Termine kommen die traditionell börsenfreundlichen Monate Juni oder November in Frage. "Wir werden uns nicht unter Preis verkaufen", unterstrich Ricke angesichts der schlechten Stimmung für Telekom-Papiere. Aktien der Deutschen Telekom stehen seit langem unter Druck, am Mittwoch verloren sie knapp 1 % und fielen auf 17,50 Euro.

Mit den Einnahmen aus dem Börsengang will die Telekom vor allem ihren hohen Schuldenstand bis zum Jahresende auf rund 50 Mrd. Euro reduzieren. Ziel sei es aber auch, eine Akquisitionswährung zu schaffen und "uns damit für die Konsolidierung fit zu machen", betonte der Telekom-Vorstand.

Zudem braucht die Mobilfunksparte auch deshalb finanziell langen Atem, weil sich der Ausbau des UMTS-Netzes schwieriger gestaltet als lange Zeit angenommen. Erneut dämpfte der deutsche Marktführer am Mittwoch die Erwartungen an die neue Technik: Zwar startet die Telekom bereits in diesem Jahr mit dem Aufbau eines UMTS-Netzes, kommerziell soll der Mobilfunk der dritten Generation aber erst im dritten Quartal 2003 starten. "Wir werden mit UMTS an den Markt gehen, wenn die Technik, die Verfügbarkeit der Endgeräte und der Dienste unseren Ansprüchen genügen", sagte René Obermann, Europachef der T International. -Mobile Damit rechnet er erst im Sommer oder Herbst nächsten Jahres.

Bislang hatte die Telekom den genauen Termin für die UMTS-Einführung offen gelassen, als Starttermin jedoch bis zuletzt den Jahresbeginn 2003 signalisiert. Die Konkurrenten wollen dagegen deutlich schneller sein: Vodafone D2, Nummer zwei auf dem deutschen Mobilfunkmarkt, sowie Mobilcom wollen den Startschuss für die neue Mobilfunkübertragungstechnik bereits im dritten Quartal 2002 geben. Viag Interkom hat dagegen den Anfang des nächsten Jahres angepeilt. E-Plus gibt noch keinen konkreten Zeitpunkt an. "Wir werden aber 2003 starten", heißt es bei der Düsseldorfer Mobilfunkgesellschaft.

Branchenexperten halten die T-Mobile-Pläne für realistisch. Denn die technischen Probleme mit UMTS, das Internet per Handy möglich machen soll, sind noch immer nicht ausgemerzt. Mit knapp 67 Millionen Kunden weltweit gehört T International-Mobile neben Vodafone, Orange und NTT DoCoMo zu den größten Anbietern. T-Mobile in Deutschland, die britische One2One und die US-Tochter VoiceStream sind die größten Töchter unter dem Dach der Telekom-Mobilfunkholding.

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