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29.06.2000

12:03 Uhr

Telekommunikation/Niederlande

Baan-Gründer sollen am Aktien-Verkauf Milliarden verdient haben

Die Brüder Jan und Paul Baan sollen seit dem Börsengang 1995 durch den Verkauf von eigenen Aktien zwischen 1,2 und 1,9 Mrd. DM verdient haben, schreibt die niederländische Zeitung "de Volkskrant".

dpa DEN HAAG. Die Gründer des in Schwierigkeiten geratenen niederländischen Software Baan Company, -Unternehmens die Brüder Jan und Paul Baan, sollen seit dem Börsengang 1995 durch den Verkauf von eigenen Aktien Mrd. verdient haben. Wie die niederländische Zeitung "de Volkskrant" am Donnerstag meldete, sollen es zwischen 1,4 Mrd. und 2,2 Mrd. Gulden (1,2 Mrd. DM/0,6 Mrd. Euro - 1,9 Mrd. DM/1,0 Mrd. Euro) gewesen sein. Mit dem größten Teil des Geldes hätten die Brüder Baan Verluste ihres nicht an der Börse notierten Unternehmens Vanenburg Groep abgedeckt. An der Entflechtung von Baan und Vanenburg Groep 1998 hätten sie weitere 150 Mill. Gulden verdient, schreibt das Blatt.

In einer außerordentlichen Aktionärsversammlung sollten die Baan- Aktionäre an diesem Donnerstag vom Übernahmeangebot des britischen Konzerns Invensys informiert werden. Das Angebot lautet auf 2,85 Euro je Aktie und stellte die Zustimmung von 95 % zur Bedingung. Die Firmengründer, die noch über zehn Prozent der Aktien verfügen, sollen dem Angebot zugestimmt haben. Das Angebot folgt dem rapiden Kursverlust der Baan-Aktie als Folge erheblicher Verluste des Unternehmens und Problemen im Management von Baan. 1998 war die Aktie in Amsterdam noch mit knapp 50 Euro je Stück gehandelt worden.

Am Vorabend des Treffens hat eine Gruppe, die nach eigenen Angaben 22 Anteilseigner mit 19,6 % der Anteile vertritt, den Aktionären erneut von der Zustimmung zu dem Angebot abgeraten. Die Aktionäre sollten ihre Anteile auf jeden Fall bis 12. Juli halten, riet die Gruppe, die durch den Berater Erich Sonneveldt vertreten wird. Eine konkrete Erklärung für diesen Termin wurde nicht gegeben. Es hieß lediglich, dass nach Ansicht der Gruppe das Angebot nicht auf der Grundlage öffentlicher Informationen über die Baan-Aktien abgegeben worden sei. Die Kritiker fordern ein Gespräch mit dem Management und Einsicht in die Bücher.

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