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30.07.2000

12:57 Uhr

dpa DÜSSELDORF. Sieben Unternehmen und Konsortien bewerben sich ab Montag um die UMTS-Lizenzen. Wer sich hinter den Bewerbern verbirgt und welche Chancen ihnen eingeräumt werden, zeigt folgende Übersicht:

DEUTSCHE TELEKOM: Die Mobilfunktochter T-Mobil (D1) ist der einzige rein deutsche Bewerber. Konzernchef Ron Sommer kann sich keine Schlappe erlauben. Das Unternehmen, das ohne Partner antritt, hatte in Großbritannien über die Tochterfirma One2One eine UMTS-Lizenz ersteigert, war in Spanien aber leer ausgegangen. T-Mobil gilt als gesetzt.

MANNESMANN MOBILFUNK: Eine UMTS-Lizenz ist für den deutschen Marktführer (D2) ebenfalls ein Muss. Seit der Übernahme von Mannesmann durch Vodafone AirTouch gibt es kaum Zweifel, dass sich der Bewerber bei der Auktion durchsetzen wird. Vodafone ist bereits in Spanien und Großbritannien dabei.

MOBILCOM: Die Telefongesellschaft hat mit France Télécom einen starken Partner. Auf dem deutschen Markt stehen die Franzosen unter Erfolgsdruck. Bei der UMTS-Vergabe waren sie bislang wenig erfolgreich. In Großbritannien kam France Télécom durch den Kauf von Orange aber doch noch zum Zuge. MobilCom gilt als ein UMTS-Favorit.

E-PLUS/HUTCHISON: Als ein aussichtsreicher Anwärter gilt auch die niederländisch-asiatische Allianz. E-Plus ist eine Tochterfirma der KPN. Sie hatte ihre eigenständige UMTS-Bewerbung vor gut einer Woche zurückgezogen und wird gemeinsam mit Hutchison antreten; mit im Boot sitzt der japanische Mobilfunkriese NTT DoCoMo.

VIAG INTERKOM: Hauptaktionäre des E2-Netz-Betreibers sind der Energiekonzern E.ON und die British Telecom (BT). Um den Anschluss an die mobile Internetwelt nicht zu verpassen, kann sich BT keinen Flop leisten. Unklar ist, inwieweit sich E.ON bei UMTS noch finanziell engagieren will. BT war in Spanien und Großbritannien erfolgreich.

DEBITEL: Dem größten netzunabhängigen deutschen Mobilfunbetreiber wird nur eine Außenseiterchance eingeräumt. Die Tochterfirma der schweizerischen Swisscom hat keine finanzkräftigen Partner, nachdem Gespräche mit dem US-Telefonkonzern MCI Worldcom scheiterten.

G3: Als ein reiner Zählkandidat wird G3 betrachtet. Nach dem Rückzug des britischen Mobilfunkbetreibers Orange besteht die Gruppe noch aus der spanischen Telefónica und der finnischen Sonera. Das Konsortium müsste als Neuling eine komplette Infrastruktur aufbauen und einen Kundenstamm generieren.



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