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18.01.2002

20:27 Uhr

Teleplan stand im Mittelpunkt des Handels

IBM und Microsoft verdarben dem Nemax den Tag

VonJÜRGEN GROSCHE

Der Neue Markt zeigte sich zum Wochenschluss reichlich lustlos. Am Vormittag orientierte sich der deutsche Wachstumsmarkt an der US-Leitbörse Nasdaq. Doch auch die große Schwester in New York konnte bis zum Börsenschluss hierzulande nichts mehr reißen.

Der Nemax 50 beschloss die Woche mit einem Minus von 1,0 Prozent und notiert demnach auf 1 167,96 Punkten, der Nemax All Share hielt es ähnlich und notierte mit minus 0,8 Prozent schlussendlich bei 1 120,83 Zählern.

Vor allem die negativen Ausblicke von IBM und Microsoft drückten nach Beobachtung von Händlern auf die Stimmung. IBM und Microsoft hatten die Analysten enttäuscht, die höhere Umsatzzahlen erwartet hatten. Davon belastet zeigten sich vor allem die Technologiewerte. Die Dax-Unternehmen Infineon und SAP strahlten mit ihren Verlusten auch auf den Neuen Markt aus.

Im Mittelpunkt des Parketthandels standen aber auch die Aktien des Reparaturdienstleisters Teleplan International NV, Veldhoven. Das niederländische Unternehmen konnte eigenen Angaben zufolge mehrere Großaufträge in den USA und im Fernen Osten an Land ziehen. Die Unternehmensführung glaubt, dadurch einen Umsatzschub von rund 23 Millionen Euro verbuchen zu können. Die Aktie notierte zum Börsenschluss mit 3,09 Prozent im Plus und kostet nun 17 Euro.

Die Commerzbank AG, Frankfurt, will für die zum Verkauf stehende Consors Discount AG, -Broker Nürnberg, ein Gebot abgeben. Das kündigte Vorstandssprecher Klaus-Peter Müller am Freitagabend bei einem Empfang der Commerzbank in Frankfurt an, ohne nähere Angaben zu diesem Gebot zu machen. Er räumte zugleich ein, es sei davon auszugehen, dass Wettbewerber ohne Direktbank bessere Chancen in dem Bieterverfahren hätten. Consors gewannen 7,37 Prozent und schlossen beim Stand von 11,65 Euro.

Die Süss Microtec AG, Garching, übernimmt alle Vermögensgegenstände, inklusive bestehender Aufträge, aus dem Insolvenzverfahren der B.L.E. Singen. Dies hatte Süss MicroTech am Donnerstag ad hoc mitgeteilt. Der Kaufpreis beläuft sich auf 3,7 Millionen Euro. Schulden oder sonstige Verbindlichkeiten würden nicht übernommen, und es entstehe kein Goodwill für Süss. B.L.E. erwarte im Geschäftsjahr 2001/2002 (per 31. März) einen Umsatz von rund 5 Millionen Euro und verfüge derzeit über einen Auftragsbestand von rund 2 Millionen Euro, teilte Süss weiter mit. Die Aktie fiel trotz des erwarteten Umsatzplus um 0,65 Prozent auf 30,35 Euro.

Brain International verbessert seine Eigenkapitalbasis. Ehemalige Gründungsgesellschafter hätten auf Darlehen und Zinsforderungen in Höhe von 8,1 Millionen Euro verzichtet, teilte der Softwarehersteller am Vormittag mit. Die Aktionäre ermunterte diese Neuigkeit zum Kauf - die Aktie legte im Tagesverlauf 6,52 Prozent auf 2,45 Euro zu.

Sanochemia beginnt das Jahr mit einer Umsatzsteigerung in Höhe von 4 Millionen Euro im ersten Quartal. Auch das Ergebnis konnte verbessert werden. Genaue Zahlen wurden von Seiten des Biotech-Unternehmens bislang jedoch noch nicht genannt. Die Aktie verbuchte dennoch ein Plus von 2,08 Prozent auf 2,45 Euro.

Trintech, Broadvision und Comroad gehörten mit Verlusten um fünf Prozent zu den schwächsten Werten im Nemax 50.

Quelle: DMEuro.com

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