Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

23.01.2001

19:29 Uhr

Texas Instruments verloren über 7 Prozent

Wall Street im Handelsverlauf leicht im Plus

Die Wall Street hat am Dienstag im Anschluss an eine Reihe von Quartalszahlen großer US-Unternehmen vor Börsenbeginn etwas fester tendiert.

Reuters NEW YORK. Zuvor hatte bereits am Vorabend Texas Instruments seine Quartalsergebnisse vorgelegt und nach Händlerangaben einen eher negativen Umsatzausblick für das erste Quartal mitgeteilt. "Es ist ein Ziehen und Drücken zwischen Optimismus auf Grund der Zinssenkungen und anhaltenden Befürchtungen über die Unternehmensergebnisse," sagte Edgar Peters, Chef-Investmentstratege bei der PanAgora Asset Management zur Entwicklung am Markt.

Der Standardwerte-Index Dow Jones tendierte gegen 17.45 Uhr MEZ um 0,37 % im Plus bei 10 617,69 Punkten. Der technologielastige Nasdaq Composite legte bis dahin 0,86 % auf 2781,43 Zähler zu. Der breit gefasste S&P-Index gewann 0,46 % auf 1348,96 Punkte. Bis zu diesem Zeitpunkt wurden an der Nyse 499 Mill. Aktien gehandelt. 1625 Werte lagen im Plus, 956 im Minus und 504 Titel notierten unverändert zum Vortagesschluss.

Investoren würden derzeit durch die Frage zurück gehalten, ob wohl die US-Notenbank auf Grund der sich abkühlenden Wirtschaft weitere Zinsssenkungen einleiten werde, sagte Peters. Dadurch zeige sich der Handel derzeit eher lustlos, fügte er hinzu. Händler berichteten weiter, enttäuschende Quartalszahlen im Technologiebereich hätten sich auch auf die Entwicklung bei den Blue-Chips ausgewirkt. Trotz positiver Ergebnisse einiger Pharma- und Finanzkonzerne hätten sich die Kurse vieler Aktien kaum geändert, hieß es.

Bei den Pharmawerten im Dow büßten Merck & Co 3,57 % auf 79-7/16 $ ein. Der zweitgrößte US-Pharmakonzern hatte zuvor Quartalszahlen bekannt gegeben, die im Rahmen der Analystenschätzungen verblieben waren. Der Reingewinn betrage 1,76 Mrd. $ im vierten Quartal und entspreche einem Gewinn je Aktie von 75 Cents, teilte Merck mit. Analysten hatten nach einer Umfrage von First Call/Thomson Financial pro Aktie ebenfalls mit einem Gewinn von 75 Cents gerechnet.

Johnson & Johnson verloren 0,8 % auf 93-9/16 $. Der Pharma- und Medizintechnikkonzern hatte nach eigenen Angaben im vierten Quartal durch stark gewachsene Umsätze bei Schlüsselpharmaprodukten und medizinischen Geräten seinen Gewinn um 16 % gesteigert. Das Ergebnis je Aktie betrage 65 US-Cent, nach 56 US-Cents im Vorjahresquartal. Nach einer Umfrage von First Call/Thomson Financial hatten Branchenexperten zuletzt mit einem geringeren Gewinn je Aktie von 64 Cents gerechnet.

Unterstützt wurde der Dow hingegen von den Finanzwerten. Merrill Lynch gewannen 3,49 % auf 77-3/4 $. Die Investmentbank hatte zuvor mitgeteilt, der Gewinn im vierten Quartal 2000 sei um 11 % gestiegen. Der Reingewinn betrage 93 Cents pro Aktie gegenüber 91 Cents im Vorjahreszeitraum. Analysten hatten nach einer Umfrage von First Call/Thomson Financial zuletzt mit einem geringeren Überschuss von 88 Cents pro Aktie gerechnet. Unter den weiteren Finanztiteln im Dow zogen American Express 4,72 % auf 47-3/8 $ an. Citigroup legten um 1,62 % auf 54-3/4 $ zu.

Texas Instruments verloren nach den enttäuschenden Quartalszahlen vom Vortag nach Börsenschluss deutliche 7,59 % auf 44-7/8 $.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×