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03.03.2003

09:26 Uhr

The Week Ahead

Magisches Datum startet eine undurchsichtige Woche

Die vergangene Woche war eine schwache für die US-Börsen, ebenso wie der ganze Monat Februar. Was den Handel an der Wall Street indes noch besser charakterisierte war seine Unvorhersehbarkeit.

NEW YORK. In einem Umfeld, das von geopolitischen Fragen und allgemeiner Verunsicherung geprägt ist, ließen sich Tendenzen nur schwer voraussagen.

Das wird sich in den nächsten Tagen nicht ändern. Die nächste Woche fängt mit dem magisch schönen Datum 03.03.03 an, und danach wird der Handel an der Wall Street nach wie vor ganz im Zeichen der Irakkrise stehen. Da sind viele Fragen nach wie vor offen. Greifen die USA den Irak mit militärischen Mitteln an? Zieht die UNO mit oder bleibt der Weltsicherheitsrat seiner aktuellen Linie treu? Wann erfolgt ein Angriff und wie lange würde ein Krieg dauern? Wie groß ist die Gegenwehr der Iraker, wie hoch könnten Verluste auf US-Seite sein? - Und über allen Fragen steht immer die eine nach dem ob und wann eines Krieges.

Auch Terrorängste haben den Markt zuletzt belastet. Als das Justizministerium am Donnerstag die nationale Alarmstufe von "Orange" auf "Gelb" gesenkt hatte, hatte dies nicht etwa fundamentale Gründe, wie Sicherheitsexperten erklärten. Vielmehr übernahm zum Wochenende das neu gegründete Ministerium für Innere Sicherheit den Farbenindex über die aktuelle Bedrohung der Amerikaner. Und die sollen in den nächsten Tagen selbst evaluieren, in wie fern man sich bedroht fühlen solle. Setzen sie die Alarmstufe wieder nach oben, dann dürfte das die Börse wieder 100 Punkte kosten oder mehr - so wie das schon Anfang Februar war.

Durch eine unsichere Woche erfährt die Wall Street nur wenig Richtungsgebung. Mit den Quartalskonferenzen von Hewlett-Packard und Home Depot ging in der vergangenen Woche die Ertragssaison zu Ende, nur noch eine kleine Anzahl von Unternehmen werden in den nächsten Tagen Zahlen vorlegen, darunter Officemax und Staples, Ann Taylor, El Paso und Toys R Us.

Von konjunktureller Seite fängt die Woche ebenfalls ruhig an. Ein Blick auf die Automobilverkäufe im Februar dürfte alleine die Aktien der Branche beeinflussen, am Mittwoch legt die Notenbank ihr Beige Book vor, in dem die Währungshüter ihre Einschätzung zur aktuellen wirtschaftlichen Lage niederlegen.

Am Freitag erwartet man dann mit dem Arbeitsmarktbericht das wohl wichtigste Konjunkturbarometer. Für den Januar notierte die Arbeitslosenquote überraschend bei 5,7 %, die Zahl wurde auf dem Parkett allgemein mit Vorsicht zur Kenntnis genommen. Die Erwartungen des Marktes lauten auf eine Februar-Quote von 5,8 %, manche Analysten tippen auf 6 % mit steigender Tendenz.

© Wall Street Correspondents, Inc.

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