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14.03.2003

20:00 Uhr

The Week Ahead

Zwischen Krieg und Frieden, Fed und Zahlen

Wenn die Märkte am Freitag Mühe hatten, ihre Rallye über den Tag zu bringen, dann lag das an zwei Dingen: Zum einen waren die Kurse nach dem Donnerstag wieder vergleichsweise hoch, zum anderen steht eine Woche mit vielen Unbekannten bevor, deren Handelsverlauf vorab nicht zu bestimmen ist.

Gleich zu Beginn der Woche tritt erneut der UN-Sicherheitsrat zusammen, um über das weitere Vorgehen im Irak zu beraten. Ob die USA und Großbritannien eine zweite Resolution vorlegen werden oder nicht, das wird sich wohl übers Wochenende auf dem Azoren-Gipfel entscheiden. Ob die an einem Krieg interessierten Staaten eine Mehrheit finden ist indes offen - allein ein Veto von Frankreich und Russland steht fest.

Über die geopolitischen Unwägbarkeiten hinaus - Bush hat ja nun auch den Israel-Palästina-Konflikt wieder ins Gespräch gebracht -, drohen viele andere Veröffentlichungen. So könnte die Fed eine weitere Zinssenkung beschließen und damit den Leitzins von einem aktuellen 40-Jahres-Tief von 1,25 % auf 1 % senken. Das würde dem Markt erneut Schwäche anerkennen, ob sich Anleger dann eher erschrecken lassen oder ob sie Vertrauen in die Notenbank finden ist offen.

Von Seiten der Unternehmen gibt es eine ganze Reihe von Meldungen, denn zum einen startet die Wall Street drei Wochen nach dem Ende der Ertragssaison bereits wieder in die Warnsaison. Zahlreiche Unternehmen dürften jetzt, also wenige Wochen vor Ende des Quartals, einen Fingerzeig in Richtung Ergebnisse geben, und dann wird sich zeigen, ob sich die Gewinne gegenüber den zurückliegenden schwachen Quartalen erholt haben - oder nicht.

Zum anderen melden einige Unternehmen, die den Markt interessieren dürften, darunter die Unternehmen der Brokerbranche. Mit Goldman Sachs, Lehman Brothers, Bear Stearns und Morgan Stanley legen einige der größten Häuser der Wall Street Zahlen (und Ausblicke!) vor. Die Branche leidet seit langem massiv unter dem schwachen Aktienmarkt, dem Rückgang bei IPOs und dem schwachen Geschäft im M&A-Bereich.

Weitere Unternehmen, die in der nächsten Woche mit Zahlen kommen, sind aus dem Hightech-Bereich der Software-Hersteller Oracle und der Chipriese Micron, dazu der Handheld-Hersteller Palm, die Freizeitparkkette Six Flags, der Waffenhersteller Smith & Wesson und der Sportkonzern Nike.

© Wall Street Correspondents, Inc.

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