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04.04.2003

14:51 Uhr

Tipps für Studenten zur besseren Qualifikation

Lieber ein Jahr länger studieren

VonAlexander Dehmel

Auf dem neunten World Business Dialogue diskutierten Unternehmer und Studenten miteinander über die Anpassungsmöglichkeiten von Unternehmen an die sich ständig ändernde Welt. Aber auch den Studenten werden vielfältige Qualifikationen abverlangt. Was der Student von heute tun kann, um sich vorzubereiten und wie die wichtigsten Zusatzqualifikationen aussehen.

KÖLN. "Der Erwerb eines sicheren Umgangs mit Englisch ist heute, wie zu Zeiten der Römer Latein, ebenfalls unerlässlich", sagt der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Post World Net, Klaus Zumwinkel. Er empfiehlt möglichst ein Traineeprogramm und Praktika zu durchlaufen: "Die Ausbildung internationaler Fähigkeiten, beispielsweise indem man in einem anderen Kulturkreis gelebt hat, und sich eine internationale Dimension zu erwerben sind die wichtigsten Zusatzqualifikationen neben dem Studium." Wie wichtig Auslandserfahrung in den Führungsetagen ist, belegt Commerzbank-Vorstandssprecher Klaus-Peter Müller, mit den Hinweis, dass sechs von acht Vorstandsmitgliedern seiner Bank mehrere Jahre im Ausland gearbeitet haben.

Praxis als Vorbereitung auf die Praxis

Rüdiger Grube, Vorstandmitglied bei Daimler Chrysler, setzt den Schwerpunkt dagegen auf Praxiserfahrung. Er empfiehlt, bei jeder sich bietenden Möglichkeit Praktika zu machen. Jede Chance dazu solle genutzt werden. "Studieren Sie lieber ein Jahr länger und sammeln Sie mehr Erfahrungen", so sein Credo.

Auch das Siemens-Vorstandsmitglied Edward Krubasik sieht vielseitige Praktika als wichtigste Qualifikation neben dem eigentlichen Studium. Für ihn sei eine Kombination aus technischen und wirtschaftlichen Aspekten bei der Fokuswahl des Studiums am vorteilhaftesten. Aufenthalte in Europa können genauso gewinnbringend sein wie Aufenthalte in USA. Bedeutend bei der Wahl des Landes sei der jeweilige Bezug zum Studienfach. "Zukünftig wird es vermehrt Studenten geben, die in Asien Erfahrungen machen werden", so seine Prognose. Das eigene Interesse sollte entscheidend sein für die Studienwahl. Im Studium werde sowieso oft nicht das gelehrt, was später gemacht werde.

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