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29.04.2003

17:50 Uhr

Tochter eröffnet Getriebewerk

Opel hält an Gewinnziel fest

Der Rüsselsheimer Auto-Hersteller Opel hält trotz der Konjunkturflaute an seinem Ziel fest, bis Ende 2003 in die Gewinnzone zurückzukehren. "Wir wollen im vierten Quartal dieses Jahres wieder operativ schwarze Zahlen schreiben", bekräftigte der Vorstandsvorsitzende der Adam Opel AG, Carl-Peter Forster.

Ein Opel-Mitarbeiter füllt Öl in das neue 6-Gang-Getriebe. Foto: dpa

Ein Opel-Mitarbeiter füllt Öl in das neue 6-Gang-Getriebe. Foto: dpa

HB/dpa RÜSSELSHEIM. Er eröffnete am Dienstag in Rüsselsheim das neue Getriebewerkes der Opel-Technik-Tochter Powertrain. Nach einem Rekorddefizit 2001 hatte sich Opel ein Sanierungsprogramm auferlegt und den Verlust im Autogeschäft 2002 um 66 Prozent auf 227 Mill. Euro gedrückt.

Das Getriebewerk sei neben dem 2002 eröffneten Autowerk für die Opelmodelle Vectra und Signum in Rüsselsheim eine zweite wichtige Säule der Modell- und Qualitätsoffensive von Opel, sagte Forster. Spätestens 2005 sollen in der neuen Anlage für 130 Mill. Euro 300 Mitarbeiter jährlich bis 230 000 Exemplare eines von Opel neuentwickelten Sechs-Gang-Getriebes herstellen. Die Vorsitzende der Geschäftsführung von Opel Powertrain, Rita Forst, betonte: "Es ist Opels erstes im Hause entwickelte Sechs-Gang-Getriebe überhaupt". Das neue Produkt sei leichter. Man könne damit besser schalten und verbrauche weniger Kraftstoff.

In diesem Jahr sollen mit zunächst 100 bisherigen Opel- Mitarbeitern die ersten 50 000 Getriebe vom Band laufen. Diese werden in den neuen Opel-Modellen Signum und Vectra sowie in Fahrzeugen der Marken Opel, Saab, Fiat, Lancia und Alfa-Romeo eingesetzt. Insgesamt sind bei Opel Powertrain rund 4 200 Mitarbeiter beschäftigt, davon arbeiten 1400 in Rüsselsheim, wo die Getriebe auch entwickelt werden. In den Werken in Kaiserslautern und Bochum stellt Opel Powertrain Motoren her.

Die Opel Powertrain GmbH ist eine Tochter der Fiat-GM Powertrain mit Sitz in Turin, einem Gemeinschaftsunternehmen der Opel- Muttergesellschaft General Motors und dem italienischen Unternehmen Fiat. In 17 Niederlassungen in Europa und Brasilien mit mehr als 21 000 Mitarbeitern werden je 500 000 Getriebe und Motoren im Jahr gefertigt. Mit einem Umsatz von 7 Mrd. Euro ist das Unternehmen damit eines der größten in dieser Produktionssparte weltweit.

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