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10.07.2000

07:14 Uhr

Todesopfer auch in Türkei und Südfrankreich

Brände in Griechenland außer Kontrolle - nationaler Notstand ausgerufen

Angesichts schwerer Wald- und Buschbrände in nahezu allen Regionen des Landes hat die griechische Regierung am Sonntagabend den nationalen Notstand ausgerufen. Nach Angaben von Innenministerin Wasso Papandreou wüten landesweit rund 100 Feuer.

dpa ATHEN. Papandreou hatte deshalb am Sonntagabend fast das gesamte Kabinett zu einer Krisensitzung einberufen. Besonders verheerend ist die Lage nach wie vor auf der Insel Samos. Dort kam bislang ein Mensch ums Leben, mehr als 2 000 Hektar Wald und Ackerland sowie Dutzende von Häusern wurden zerstört.

In Mittel- und Südgriechenland mussten am Sonntagabend wegen der Brände die zwei wichtigsten Nationalstraßen des Landes zwischen Athen und der westgriechischen Hafenstadt Patras sowie der nordgriechischen Hafenstadt Thessaloniki gesperrt werden.

Die Feuerwehr ist mit der Brandbekämpfung überfordert. "Sie kämpfen mit den Flammen seit 72 Studen rund um die Uhr", berichtete das Fernsehen. Die griechische Armee unterstützt die Löscharbeiten. Angesichts der dramatischen Lage hatten sich am Sonntag Griechenland und Italien gegenseitig um Verstärkung mit Löschflugzeugen gebeten.

Brütende Hitze und Waldbrände haben am Wochenende auch in der Türkei und Südfrankreich Todesopfer gefordert. Allein in der Türkei starben nach Zeitungsangaben binnen einer Woche 31 Menschen an den Folgen der Hitzewelle. Täglich werden dort rund 20 neue Brände gemeldet. In Südfrankreich starben zwei Feuerwehrmänner bei einem Löscheinsatz. Bei Toulon mussten etwa 1 000 Menschen vor den Flammen in Sicherheit gebracht werden, acht wurden verletzt. Aus Süditalien wurden 50 zumeist kleinere Feuer gemeldet, auch in der Toskana und in Umbrien brennen Pinienwälder und Buschland.

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