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01.02.2001

11:21 Uhr

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Tokioter Börse folgt Nasdaq nach unten

Im Rampenlicht stand Sega. Die Aktien kletterten nach der Ankündigung, bis März die Produktion der Spielkonsole Dreamcast einzustellen, um fast 18 %.

Reuters TOKIO. Die Tokioter Börse hat am Donnerstag trotz der in den USA vorgenommenen Zinssenkung um 50 Basispunkte tiefer geschlossen. Der Markt folgte den tschwächeren Vorgaben insbesondere der US-Technologiebörse Nasdaq, so dass vor allem Technologiewerte wie etwa Toshiba unter massiven Verkaufsdruck kamen. Der Nikkei-Index verlor 64 Punkte oder 0,46 % auf 13 779,55 Zähler. Der TOPIX-Index schwächte sich um 0,09 % auf 1299,01 Zähler ab. In der ersten BörseSektion wurden 596,25 (Vortag 614,66) Mill. Aktien umgesetzt.

Unter den Hochtechnologieaktien fielen Advantest fielen um 3,88 % auf 12 400 Yen und Toshiba um 1,16 % auf 764 Yen. Unter den Telekomtiteln schlossen NTT Docomo um 0,89 % auf 2,22 Mill. Yen und Nippon Telegraph and Telephone (NTT) gaben 1,85 % auf 795 000 Yen nach. Die Verkäufe seien auch darauf zurückzuführen, dass viele ausländische Investoren japanische Technologie- und Telekomaktien verkauft hätten, um die US-Verluste zu decken, hiess es.

Im Rampenlicht standen hingegen Sega, die 17,75 % auf 1990 Yen kletterten. Die Ankündigung, Sega werde die Produktion der Spielkonsole Dreamcast bis Ende März einstellen, sei von den Anlegern fast euphorisch aufgenommen worden, sagten Händler. Sega-Konkurrent Namco gaben 4,81 % auf 1900 Yen nach. "Im Konkurrenzkampf zwischen Sega und Namco um die Käuferschaft der Spielkonsole Playstation 2 dürften vor allem Sony vom Kurswechsel bei Sega profitieren", sagte ein Marktteilnehmer weiter. Sony schwächten sich dennoch um 0,12 % auf 8440 Yen ab.

Yokogawa , die weltweit zweitgrössten Hersteller elektronischer Messgeräte, schlossen über zehn Prozent höher mit 1060 Yen. NEC hatten zuvor mitgeteilt, den grössten Teil ihres 35-prozentigen Anteils bei Ando Electric an Yokogawa zu verkaufen. Yokogawa wird damit zum Hauptaktionär bei Ando Electric.

Der Topix-Index sank bis Handelsende um 1,22 Punkte auf 1.299,01 Zähler. An der Tokioter Börse standen 644 Titeln mit Kursverlusten 615 mit Gewinnen gegenüber; 174 Aktien schlossen unverändert auf ihrem Vortageskurs.

Der Markt habe im Verlauf der zweiten Tageshälfte wieder starke Kaufbewegungen gesehen, sagte Hideo Mizutani, Manager bei Tokai Tokyo Securities. Aber das habe nicht ausgereicht, den Nikkei über die psychologisch wichtige Marke von 14.000-Punkten zu heben, fügte er hinzu. Der Markt könne etwa ab April wieder hinzu gewinnen, wenn die Anleger zu der Überzeugung gelangten, dass die US-Konjunkturentwicklung im Juni ihre Talsohle erreicht haben sollte.

Unter den Hochtechnologie-Titeln bauten Rohm ihre Verluste über den Tag aus und schlossen mit minus 750 Yen auf 22.450 Yen. Advantest sanken um 500 Yen auf 12.400 Yen. Kyocera erholten sich dagegen wieder etwas, gingen aber dennoch mit einem Verlust von 260 Yen auf 12.400 Yen aus dem Handel. Sony verloren 10 Yen auf 8.440 Yen und NTT DoCoMo 20.000 Yen auf 2,22 Mill. Yen.

Im Internet-Sektor rutschten Yahoo Japan um 90.000 Yen auf 8,49 Mill. Yen, Softbank büßten 300 Yen auf 6.650 Yen ein und Hikari Tsushin sanken um 95 Yen auf 2.885 Yen. Dagegen kletterten die Aktien des Spielekonsolen-Herstellers Sega um 300 Yen auf 1.990 Yen. Händler führten die Gewinne auf den am gestrigen Mittwoch mitgeteilten Beschluss des Unternehmens zurück, die Produktion der Spielekonsole Dreamcast im März zu beenden.

Auf der Gewinnerseite standen V Technology mit einem Gewinn von 200.000 Yen auf 1,43 Mill. Yen und Sky Perfect Communications die 3.000 Yen auf 12.200 Yen zulegten:

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