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18.01.2006

11:56 Uhr

Traders Corner

Primäre Sprüche

Reto Francioni, der Chef der Deutschen Börse ist Schweizer. Aber gerade in Zeiten, in denen immer wieder über internationale Fusionen spekuliert wird, muss man Standorttreue beweisen. 2006 bietet sich dafür vor allem das Thema Fußball-WM an.

HB FRANKFURT. Deshalb wollte Francioni beim Neujahrsempfang der Börse mit einem launigen Fußballer-Zitat der deutschen Mannschaft Glück wünschen. Und so schloss er seine Rede mit einem Spruch, den er Toni Polster zuschrieb: „Wir müssen gewinnen, der Rest ist primär.“

Dass Polster Österreicher ist, tut dem Anliegen kaum Abbruch; schließlich hat der Alpenkicker als Stürmer des 1. FC Köln auch viele deutsche Herzen gewonnen.

Das Problem: Das Zitat stammt von Hans Krankl, auch Stürmer, auch Österreicher, aber als Glücksbringer für die deutsche Nationalelf keine gute Wahl. Es war Krankl, der bei der WM 1978 in Argentinien das entscheidende 3:2 für Österreich schoss und damit die in vielen deutschen Fan-Seelen noch immer nicht verarbeitete Schmach von Cordoba besiegelte.

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