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19.02.2003

15:38 Uhr

Trainer verwahrte sich gegen Anschuldigungen

„An Stanges Geld klebt Blut irakischer Kinder“

Fußball-Trainer Bernd Stange ist wegen seines Engagements als Trainer der irakischen Nationalmannschaft öffentlich scharf attackiert worden. In der "Kerner-Show" des Zweiten Deutschen Fernsehens (ZDF) beschuldigte der deutsche Exil-Iraker Namo Aziz am Dienstag den einstigen DDR-Auswahltrainer der Komplizenschaft mit dem Diktator Saddam Hussein.

Bernd Stange Foto: dpa

Bernd Stange Foto: dpa

HB/dpa BERLIN. "Sie sind ein Teil der irakischen Propaganda. An dem Geld, das Sie bekommen, klebt das Blut von irakischen Kindern", sagte der promovierte Islam-Wissenschaftler und Journalist dem gleichfalls in der Sendung anwesenden Stange, der den Irak nach Empfehlung des Auswärtigen Amtes wegen der drohenden Kriegsgefahr am vergangenen Freitag verlassen hatte. "Jeder Iraker weiß, dass Sie mit Saddams Sohn Udai zusammenarbeiten. Ihre Tage mit Saddam sind gezählt", sagte Aziz, der sein Heimatland 1981 verlassen hatte.

"Ich habe niemanden aus der Regierung kennen gelernt", sagte Stange. Er habe auch "keine Geschäfte" mit dem als besonders skrupellos geltenden Saddam-Sohn und führenden Sportfunktionär Udai gemacht. "Sport und Politik müssen getrennt werden - das habe ich aus der DDR-Zeit gelernt", erwiderte Stange, der sich gegen die Aziz- Vorwürfe verwahrte. Seine Vertragsunterschrift als irakischer Nationaltrainer mit der Zielsetzung Olympische Spiele 2004 und Weltmeisterschaft 2006 habe er "noch keine Stunde bereut".

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