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27.01.2003

12:27 Uhr

Tranche in Euro und britischen Pfund geplant

Metro will diese Woche Anleihe begeben

Die angekündigte erste große Anleihe des Handelskonzerns Metro kommt nach Angaben aus Konsortialkreisen noch in dieser Woche.

Reuters FRANKFURT. Wie Reuters am Montag aus den Kreisen erfuhr, soll eine fünfjährige Euro-Tranche mit einem Renditevorsprung (Spread) von rund 160 bis 170 Basispunkten über Swapmitte ausgegeben werden. Die geplante Tranche in britischen Pfund werde voraussichtlich einen Spread von 200 bis 210 Basispunkten über den britischen Staatsanleihen (Gilts) haben. Weitere Details wurden zunächst nicht bekannt.

Am Freitag hatte es in anderen Kreisen geheißen, die Euro-Tranche werde voraussichtlich ein Volumen von 750 Millionen Euro haben. Für die Pfund-Tranche seien 250 Millionen Pfund geplant.

Die Metro will früheren Unternehmensangaben zufolge mit der Neuemission eine 1998 begebene Wandelanleihe mit Kündigungsrecht Mitte März refinanzieren. Das Ablösevolumen für die Wandelanleihe belaufe sich auf 889 Millionen Euro, hatte ein Metro-Sprecher Mitte Januar mitgeteilt.

Rendite voraussichtlich mehr als fünf Prozent

Bei einem Swap tauschen zwei Investoren variable Zinsverpflichtungen wie den Satz für Interbankengeld (Euribor) gegen einen festen Zinssatz. Das Mittel aus Geld- und Briefkurs ist die Swapmitte. Diese Größe dient bei den meisten Neuemissionen als Orientierungspunkt für das Pricing. Am europäischen Geldmarkt lag diese am Montag für eine fünfjährige Restlaufzeit bei etwa 3,45 Prozent. Bei dem angestrebten Spread würde die Rendite der Euro-Tranche der Metro-Anleihe rund 5,05 bis 5,15 Prozent betragen.

Moody`s könnte Metro-Rating in Zukunft herabstufen

Die Ratingagentur Moody's hatte im Januar den Ausblick für ihre Metro-Ratings auf "negativ" von zuvor "stabil" gesenkt. Damit erwägt die Agentur eine Herabstufung ihrer Bewertung in der Zukunft. Zurzeit bewertet Moody's die langfristigen Verbindlichkeiten von Metro mit "Baa1". Standard & Poors (S&P) hatte ihre Einschätzung der Langfrist-Schulden von Deutschlands größtem Handelskonzern bereits Mitte Dezember auf "BBB" von "BBB+" gesenkt. Auf kurze Sicht werde sich die Schuldenstruktur des Konzerns nicht deutlich verbessern, hatte S&P den Schritt begründet.

Ein Metro-Sprecher hatte Mitte Januar gesagt, nach den Erklärungen der Ratingagenturen herrsche nun Klarheit über die Kreditwürdigkeit der Metro. Nun könnten die Investoren entscheiden. Metro-Chef Körber hatte allerdings erklärt, der Konzern sei mit den jüngsten Anpassungen des Ratings nicht zufrieden.

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