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28.07.2000

07:58 Uhr

Treffen mit rechtsgerichteten Politikern

Außenminister Levy droht mit Auszug aus Baraks Regierung

Wie die israelischen Medien am Freitag berichteten, soll Levy bereits mit Oppositionsführer Ariel Scharon über eine Rückkehr in die rechtsgerichtete Likud-Partei verhandelt haben.

dpa JERUSALEM. Die Regierungsprobleme des israelischen Ministerpräsidenten Ehud Barak werden immer größer. Sein Außenminister David Levy, der bereits die israelisch- palästinensischen Verhandlungen in Camp David boykottiert hatte, sagte Barak am Donnerstagabend, er erwäge wegen des Gipfeltreffens seinen Rücktritt und den Auszug seiner Zwei-Mann Fraktion aus der Koalition. Barak regiert zurzeit bereits mit einer Minderheitsregierung mit weniger als einem Drittel der Parlamentsmandate.

Wie die israelischen Medien am Freitag berichteten, soll Levy bereits mit Oppositionsführer Ariel Scharon über eine Rückkehr in die rechtsgerichtete Likud-Partei verhandelt haben. Levy hatte die Likud-Partei Anfang 1998 wegen der Politik des damaligen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu verlassen. Scharon traf am späten Donnerstag auch mit Barak zusammen, um die Möglichkeit einer Regierung der nationalen Einheit zu bilden. Er soll Levy bereits ein Mandat im Falle von Neuwahlen in Israel fest zugesichert haben.

Levy war in Abwesenheit Baraks bereits mit mehreren rechtsgerichteten Politikern zusammengetroffen und hatte offen seine Sympathie für rechtsorientierte Demonstranten ausgedrückt. Er warf Barak nach dem Gespräch am Donnerstagabend vor, den Palästinensern in Camp David zu große Zugeständnisse gemacht zu haben, die jetzt nicht wieder rückgängig zu machen seien.

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