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12.06.2000

15:29 Uhr

Treffen von Lambsdorff und Eizenstat

Zwangsarbeiterverhandlungen gehen in entscheidende Runde

Sollte es am Montag wieder zu keiner Einigung kommen, dürften in diesem Jahr keine Zahlungen an Zwangsarbeiter mehr möglich sein.

dpa WASHINGTON. Die deutsch-amerikanischen Verhandlungen über die Zwangsarbeiterentschädigung sind am Montag in Washington in die möglicherweise entscheidende Runde gegangen. Die Unterhändler beider Staaten, Otto Graf Lambsdorff und Stuart Eizenstat, wollen noch einmal versuchen, die Rechtssicherheit deutscher Unternehmen vor Sammelklagen in den USA zu regeln. Auch der Sprecher der Stiftungsinitiative der deutschen Wirtschaft, der Daimler Benz- Vorstand Manfred Genz, nimmt an der Beratung teil.

Ungeachtet dessen drohten die Anwälte von NS-Opfern bereits neue Klagen an. Lambsdorff und Eizenstat könnten sich "auf den Kopf stellen, wir halten Sammelklagen für mehrere tausend Opfer parat", sagte der Münchner Rechtsanwalt Michael Witti. Sollte es am Montag wieder zu keiner Einigung kommen, dürften in diesem Jahr keine Zahlungen an Zwangsarbeiter mehr möglich sein. Die Bundesregierung und die deutsche Wirtschaft wollen dafür je fünf Mrd. DM zur Verfügung stellen.

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