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14.01.2003

10:21 Uhr

Trend in der Biotechnik

Gen-Pflanzen produzieren Vitamin C

Spanische Wissenschaftler übertrugen das Gen, das für die Produktion von Vitamin-C verantwortlich ist, in das Erbgut anderer Pflanze. Sie wollen auf diese Weise das Vitamin in großen Mengen herstellen.

wsa HAMBURG. Der Mensch muss seinen Bedarf an Ascorbinsäure, dem lebenswichtigen Vitamin C, aus pflanzlichen Nahrungsmitteln decken. Spanische Wissenschaftler haben jetzt bei Erdbeeren ein Gen nachgewiesen, das eine wichtige Rolle bei der Bildung dieses Vitamins spielt. Sie übertrugen das Gen in das Erbgut einer anderen Pflanze, der Ackerschmalwand, und erhöhten dadurch deren Vitamin-C-Gehalt um das Zwei- bis Dreifache. Auf die gleiche Weise könnten möglicherweise auch Nahrungspflanzen so verändert werden, dass sie vermehrt Ascorbinsäure bilden, schreiben die Autoren in dem Fachjournal "Nature Biotechnology".

Zwar war es anderen Forschern bereits zuvor gelungen, den Gehalt an Ascorbinsäure von Kopfsalat auf das Siebenfache zu steigern, indem sie ein Gen aus Ratten in das pflanzliche Genom einbauten. Dies könnte aber bei den Verbrauchern auf Ablehnung stoßen, geben die Wissenschaftler der Universität von Malaga zu bedenken.

Vitamin C wird in großen Mengen industriell hergestellt. Das Forschungsergebnis könnte dazu führen, neue Herstellungsmethoden mit Hilfe gentechnisch veränderter Mikroorganismen zu entwickeln.

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