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18.03.2003

13:15 Uhr

Trotz eines möglichen Irak-Krieges

Regierung bleibt bei Wachstumsprognose

Die Bundesregierung bleibt trotz eines sich abzeichnenden Irak-Krieges bei ihrer Wachstumsprognose von einem Prozent in diesem Jahr. "Wir haben eine Prognose von einem Prozent", sagte Clement am Dienstag nach einem Treffen mit Spitzenvertretern der deutschen Wirtschaft in München. Diese werde im Sommer routinemäßig überprüft.

Reuters MÜNCHEN. Es sei noch zu früh, die kurz- und langfristigen Auswirkungen eines möglichen Irak-Krieges zu beurteilen. "Niemand kann das sagen. Ich spekuliere nicht über Szenarien." Klar sei jedoch, dass die Irak-Krise schon jetzt die Weltwirtschaft beeinflusse und alle Prognosen in diesem Jahr "extrem unsicher" seien. Die Spitzenverbände der Wirtschaft warnten vor einer Rezession in Deutschland, da die gesamtwirtschaftliche Lage dramatisch sei. Die von Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) angekündigen Reformen seien nicht weitreichend genug, um die Binnenkonjunktur anzukurbeln, sagte Dieter Hundt, Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA).

Clement sagte, die deutsche Volkswirtschaft könne derzeit auf keine Impulse von der Weltkonjunktur hoffen. Daher sollten die von Schröder angekündigten Reformen am Arbeitsmarkt noch in diesem Jahr beschlossen und Anfang 2004 gelten. Auch die Lohnnebenkosten sollten unter 40 % gesenkt werden. "Es ist unser Ziel, dies möglichst im nächsten Jahr zu erreichen." Allen müsse klar sein, dass jetzt ohne Verzögerung gehandelt werden müsse, sagte Clement, der an Stelle von Schröder an dem traditionellen Spitzentreffen mit den Wirtschaftsverbänden teilnahm.

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