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01.02.2002

15:06 Uhr

Trotz positiver Konjunkturdaten geben die Futures ab

Wall Street: Trotz guter Arbeitsmarktdaten drohen Verluste

VonWALL STREET CORRESPONDENTS

An der Wall Street geht die volatilste Woche des jungen Jahres zu Ende. Nach dramatischen Verlusten am Dienstag und überraschend starken Gewinnen in den letzten beiden Tagen scheinen die großen Indizes erneut zu fallen. Trotz positiver Konjunkturdaten geben die Futures am Morgen ab.

Während der Handel in den letzten drei Tagen von Unternehmensmeldungen und einer Vertrauenskrise aufgrund ungewisser Bilanzpraktiken dominiert wurde, sind es zum Wochenschluss wieder Zahlen aus dem konjunkturellen Umfeld, die an der Wall Street für Furore sorgen. Die Arbeitslosenrate ist im Januar auf 5,6 Prozent gesunken, was selbst Optimisten überrascht. Der Markt hatte damit gerechnet, dass sich die Dezember-Rate von 5,8 Prozent eher verschlechtern würde. 89.000 Stellen wurden im Januar gestrichen, Einstellungen gab es hingegen vor allem im Einzelhandelssektor. Nachdem das Weihnachtsgeschäft besser als erwartet ausgefallen ist, hat die Branche 68.000 neue Jobs geschaffen.

Den Dow dürfte im Laufe des Tages die Aktie von Walt Disney stützen. Schon vor der Glocke legt das Papier 6 Prozent zu, nachdem das Unternehmen Quartalszahlen deutlich über den Erwartungen der Analysten gemeldet hat. Trotz deutlicher Rückgänge in den Besucherzahlen der Freizeitparks und eines Einbruchs im Bereich der Werbeeinnahmen, unter dem vor allem der Sender ABC zu leiden hatte, blieb der Umsatz mit 7 Milliarden Dollar fast stabil. Disney weist einen Anteilsgewinn von 15 Cent aus, während die Wall Street mit nur 5 Cent gerechnet hatte.

Nachdem am Donnerstag die Aktie von Oracle zulegen konnte, will am Freitag der Softwarehersteller Adobe nachlegen. Das Unternehmen, das vor allem Bildbearbeitungs- und Layoutprogramme sowie die Acrobat-Serie entwickelt, hat die Erwartungen an das laufende Quartal bestätigt und wird einen Gewinn zwischen 20 und 22 Cents je Aktie melden. Die Konsensschätzungen der Analysten liegen bei 20 Cents pro Anteil. Adobe legt vorbörslich 4,3 Prozent zu.

Eine schwere Woche hat der Biotechsektor hinter sich. Doch am Freitag gibt es gute Nachrichten, zunächst von Amgen. Die US-Gesundheitsbehörde FDA hat grünes Licht für "Neulasta" gegeben, den Nachfolger des Blockbuster-Medikaments "Neupogen", mit dem das Unternehmen Milliarden verdiente. Beide werden im Zusammenhang mit Chemotherapien angewendet. Die Analysten der Deutsche Banc Alex. Brown stufen die Amgen-Aktie auf und setzen sie auf "aggressiv kaufen". Die Gewinnerwartung für 2002 heben die Analysten von 1,32 auf 1,39 Dollar je Aktie an. Auch für die Jahre 2003 bis 2006 gehen die Experten von höheren Gewinnen aus.

© Wall Street Correspondents, Inc.

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