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17.03.2003

09:15 Uhr

Trotz Spannungen

Großbritannien hält an Euro-Referendum fest

Trotz des Konflikts mit seinen europäischen Partnern in der Irak-Krise hält Großbritannien einem Regierungsvertreter zufolge am geplanten Referendum zur Einführung des Euro fest. Er wisse nicht, ob das Referendum als Folge der Irak-Krise möglicherweise nicht mehr in diesem Jahr stattfinde, sagte der für Wales zuständige Minister Peter Hain der britischen Zeitung "Guardian" laut deren Montagsausgabe.

Reuters LONDON. "Worin ich mir (aber) absolut sicher bin, ist, dass ein Referendum nicht ewig aufgeschoben werden kann." Wer dafür plädiere, riskiere, dass sich Europa weiter entwickle, Großbritannien aber in alten Zusammenhängen verharre und an Einfluss verlieren werde, sagte Hain, der Großbritannien im Verfassungskonvent der Europäischen Union (EU) vertritt und früher Europa-Minister war.

Die Regierung hat eine Frist bis Juni gesetzt, um festzustellen, ob sie die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für eine Einführung der europäischen Einheitswährung für gegeben hält. Sollte dies der Fall sein, soll ein Referendum über den Beitritt zur Gemeinschaftswährung der Europäischen Union (EU) abgehalten werden. Viele Briten wollen aber am britischen Pfund festhalten. Die schwache Wirtschaftsentwicklung in vielen europäischen Staaten, insbesondere in Deutschland, hat die Euro-Gegner gestärkt.

Premierminister Tony Blair ist der engste Verbündete der USA in der Irak-Krise und unterstützt einen Militärschlag gegen das Land. Damit steht er im Gegensatz zu Frankreich und Deutschland, die eine friedliche Lösung des Konflikts fordern und für eine Fortsetzung der Waffeninspektionen der Vereinten Nationen (UNO) sind.

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