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12.01.2001

19:05 Uhr

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Trübe Wochenendstimmung

VonWALL STREET CORRESPONDENTS

Es sah nach einem freundlichen Handelstag aus, als sitze die Nasdaq fest im Sattel. Gewinnwarnungen, schlechte Quartalszahlen und verhaltenen Analystenkommentare schienen dem Börsenbarometer der US-High-Tech-Werte nichts zu schaden. Zur Mittagszeit gesellte sich das Börsenbarometer dann doch zu Kollege Dow Jones ins Minus.

Qualcomm

, Ciena und Nextel führen die Liste der Nasdaq Gewinner an. Kursverluste bei Microsoft, Sun Mircrosystems und Siebel kosten den Index einen Teil seiner Gewinne.



DoubleClick gewinnt fast 30 Prozent, nachdem die größte US-Onlinewerbeagentur gestern erfreuliche Quartalszahlen gemeldet hat. Von eher trüben Prognosen lassen sich Anleger nicht schrecken. Die Analysten von Goldman Sachs empfehlen die Aktie als "Market Outperformer".



Unter die Räder gerät dagegen Ariba. Der Titel verliert bis zur Mittagsstunde rund 18 Prozent. Zwar konnte der Hersteller von B2B-Software erfreuliche Geschäftszahlen für das erste Quartal vorgelegt, leidet heute aber unter negativen Analystenkommentaren. Laut Ariba werde die schwache Konjunktur nur wenig Einfluss auf die kommenden Ergebnisse des Unternehmens haben, doch zeigen Analysten trotzdem Wachstumsbedenken. ABN Amro stuft Ariba von "kaufen" auf "addieren" ab. Das Kursziel für zwölf Monate steht bei 52 Dollar pro Aktie. Goldman Sachs bestätigt die Aktie auf der Empfehlungsliste.



Der Dow Jones Index notiert dagegen zur Mittagsstunde in der Verlustzone. Hewlett-Packard und Gateway verlieren an Wert, nachdem beide Unternehmen ihre Anleger gestern vor schlechten Quartalszahlen warnten. Ebenfalls zu den Verlierern gehören heute Finanzaktien.



Die vorbörslich veröffentlichten Konjunkturdaten belasten den Sektor zum Wochenschluss. Zwar stiegen die Produzentenpreise im Dezember nicht wie erwartet um 0,1 Prozent, sondern blieben unverändert. Doch legte die Kernrate statt um die prognostizierten 0,1 Prozent um 0,3 Prozent zu. Die Wirtschaftsdaten deuten nicht auf eine weitere Abkühlung der US-Wirtschaft. Anleger befürchten nun, dass eine weitere Zinssenkung auf der kommenden Notenbanksitzung am 31. Januar unwahrscheinlich wird.



Auch die Einzelhandelsumsätze deuten auf keine weitere Abkühlung der US-Wirtschaft. Die Einnahmen stiegen im Dezember um 0,1 Prozent. Analysten hatten wegen Sorgen über ein trübes Weihnachtsgeschäft mit einem Rückgang um 0,5 Prozent gerechnet. Zu schade, denn sinkende Produzentenpreise und Einzelhandelsdaten hätten die Notenbank bestärken können, bald eine zweite Zinssenkung durchzuführen.

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