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07.06.2000

10:03 Uhr

vwd/AP STUTTGART: Im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes stehen die Zeichen weiter auf Streik. Die Gewerkschaft ÖTV will aber offenbar keinen flächendeckenden Arbeitskampf. Der bayerische Bezirkschef Michael Wendl sagte den "Stuttgarter Nachrichten" (Mittwochausgabe), er rechne nicht damit. "Wir wollen auch keinen langen Streik, sondern den Arbeitgebern sehr schnell zeigen, dass sie nachgeben müssen." Sie sollten dort getroffen werden, wo es für sie besonders schmerzhaft sei. DAG-Verhandlungsführer Christian Zahn forderte die Arbeitgeber erneut zum Einlenken auf und sagte, die Tür für weitere Verhandlungen sei noch nicht zugestoßen.

Allerdings seien neue Gespräche nicht auf der Basis des Schlichterspruchs möglich, sagte Zahn. Voraussetzung sei ein verbessertes Angebot, alles andere wäre Zeitvergeudung. "Der Wille, jetzt zu kämpfen, wird von Tag zu Tag größer." Wenn die Arbeitgeber die Gewerkschaften zu einem Streik provozierten, dann "werden wir auch kämpfen". Berlins Finanzsenator Peter Kurth sagte unterdessen, er rechne nicht mit einem Streik in der Hauptstadt. "Wir haben den Eindruck, dass die ÖTV sehr wohl weiß, was Berlin trotz der knappen Kassen in der Vergangenheit geleistet hat, um zu Lohngerechtigkeit (für die Ostberliner Beschäftigten) im öffentlichen Dienst zu kommen", sagte er im Inforadio Berlin-Brandenburg.

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