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28.01.2003

14:00 Uhr

TÜV Auto-Report 2003

Toyota bleibt das Maß der Dinge

Japanische und deutsche Autos haben nach Angaben des Technischen Überwachungsvereins (TÜV) bei der Verkehrssicherheit die Nase vorn.

Reuters BERLIN. Von den im vergangenen Jahr rund 185 untersuchten Fahrzeugtypen verschiedener Altersklassen zeigten Wagen der japanischen Mittelklasse und der deutschen Oberklasse die wenigsten Mängel, wie der am Dienstag vorab veröffentlichte "TÜV Auto-Report 2003" ergab. Dabei kam der Toyota "Yaris" auf den ersten Platz in der Kategorie der zwischen ein und drei Jahre alten Autos. Unter den besten zehn aller untersuchten Jahrgänge wird in dem Testbericht Toyota 20 mal erwähnt, Modelle von Mercedes schafften es 13 mal unter die ersten zehn. In insgesamt fünf Alterskategorien wurden Pkw im Alter zwischen ein und elf Jahren bewertet. Dabei wurden die Mängelberichte von 7,2 Millionen Hauptuntersuchungen aus dem Jahr 2002 zu Grunde gelegt.

In allen Altersklassen teilen sich Toyota, Mercedes und Porsche mit wenigen Ausnahmen die jeweils ersten fünf Plätze, teilte der Verband mit. So kam der Porsche "911" in der Altersklasse vier bis fünf Jahre auf den ersten Platz, während in den Altersklassen sechs bis sieben, acht bis neun und zehn bis elf Jahren der Mercedes "SL" den Spitzenplatz einnahm. Von Toyota rangierten neben dem "Yaris" unter anderem die Modelle "Corolla", "Avensis" und "Carina" unter den fünf Besten in sämtlichen Altersklassen. Modelle von Mazda und Suzuki konnten sich ebenfalls in einigen Altersklassen unter die fünf Besten platzieren. Zu den Modellen, bei denen nach Darstellung TÜV erhebliche Mängel festgestellt wurden, gehörten der "Voyager" von Chrysler, die Modelle "145/146" von Alfa Romeo und der Skoda "Favorit/Forman". Auch nahmen Modelle von Seat Renault und Citroen in allen Altersklassen hintere Plätze ein.

Japanische Fabrikate setzen sich zunehmend auf dem deutschen Markt durch. Nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamts wurden im vergangenen Jahr drei Prozent mehr Autos japanischer Herkunft in Deutschland zugelassen als ein Jahr zuvor. Bei den deutschen Herstellern ging die Zahl der Neuzulassungen dagegen um mehr als drei Prozent zurück.

Der TÜV-Verband teilte mit, 83 Prozent der untersuchten Fahrzeuge hätten die Hauptuntersuchung auf Anhieb bestanden, während die übrigen fast 17 Prozent erst in die Werkstatt mussten, ehe sie eine Plakette bekamen. Damit habe die Zahl der mangelhaften Fahrzeuge auf deutschen Straßen einen neuen Höchststand erreicht. Unter den häufigsten Mängeln befanden sich den Angaben zufolge Ölverlust am Antrieb oder Motor sowie mangelhafte Bremswirkung und Beleuchtung. "Die Menschen haben weniger Geld in den Taschen und sparen, wo sie nur können. Wer weniger hat, steckt auch weniger in die Pflege und Wartung seines Autos", begründete Rainer Strang, Chefredakteur des TÜV Auto-Reports, die Entwicklung.

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