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03.03.2003

09:02 Uhr

Tui will sich stärker im Billigreise-Segment engagieren

Touristik-Konzerne vor weiterer Sparrunde

Europas größte Touristik-Konzerne, Tui und Thomas Cook, müssen kräftig sparen, weil die Buchungen für den Sommerurlaub anhaltend schwach bleiben. Tui-Chef Michael Frenzel kündigte an, das Unternehmen werde über die angekündigten Kostenreduzierungen von 111 Mill. Euro "je nach Länge der Krise" nach weiteren Sparpotenzialen suchen müssen.

ek/ebe HANNOVER. "Unser Produkt muss quer durch die ganze Palette schlanker werden", sagte Frenzel im Gespräch mit dem Handelsblatt. Thomas-Cook-Chef Stefan Pichler kündigte für die gemeinsame Reisetochter von Lufthansa und Karstadt-Quelle gar Einsparungen von 250 Mill. Euro im laufenden Geschäftsjahr an.

Frenzel sieht trotz des stärkeren Spardrucks die Perspektiven der Reise-Industrie weiter positiv. Der Umbau des Preussag-Konzerns zum Touristik- und Logistikonzern sei weithin abgeschlossen. "Wenn der Markt wieder kommt, werden wir Ergebnisse oberhalb der 600 Mill. Euro haben. Das hat es zu früheren Preussag-Zeiten nie gegeben."

Allerdings werde sich die Tui, bislang eher Anbieter im oberen Preissegment, künftig stärker im Billigreise-Markt positionieren. Branchenspekulationen, nach denen die Tui-Tochter Berge & Meer künftig Reisen über die Discountkette Aldi vermarkten könnte, kommentierte der Tui-Chef mit der Bemerkung: "Der Vertriebsweg würde zu Berge & Meer gut passen." Aldi hatte die Spekulationen dementiert.

Im Billigflugbereich plant die Tui eine rasche Expansion ihrer im Dezember 2001 gegründeten Fluggesellschaft Hapag-Lloyd-Express. In den ersten Monaten sei eine durchschnittliche Auslastung von gut 60 % erreicht worden. Damit liege man über den Planungen. Wenn der Markt sich für den Konzern weiter positiv entwickele, werde man die Zahl der Flugzeuge auf innerdeutschen und europäischen Routen innerhalb von drei Jahren von derzeit acht auf 40 erhöhen.

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