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21.01.2002

14:56 Uhr

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UBS vor Gesprächen mit Clearstream wegen Einstieg der DBAG

Die Investmentbank UBS Warburg wird sich eigenen Angaben zufolge noch an diesem Montag mit der Abwicklungsgesellschaft für Wertpapiergeschäfte Clearstream zusammensetzen, um die Auswirkungen einer mögliche Übernahme von Clearstream durch die Deutsche Börse AG (DBAG) zu diskutieren.

Reuters LONDON. Eine Sprecherin der Schweizer Bank bestätigte am Montag, die Gespräche würden in der Schweiz stattfinden. Vor dem Abschluss wollte sie aber keine weiteren Details nennen. Clearstream äußerte sich nicht dazu.

Die DBAG befindet sich derzeit in Gesprächen zur vollständigen Übernahme von Clearstream, an der sie bereits 50 % der Anteile hält. Clearstream war im Januar 2000 aus der Fusion der Wertpapierabwicklungsgesellschaft der DBAG Deutsche Börse Clearing und der Luxemburger Cedel International entstanden.

Die UBS-Sprecherin wies darauf hin, ihre Bank unterstütze die Bildung eines paneuropäischen Kapitalmarktes, in dem der Besitz und die Kontrolle über Abwicklung und Abrechnung der Wertpapiergeschäfte von den Börsen getrennt blieben.

UBS ist Gründungmitglied des European Securities Forum, einer Vereinigung von 27 Banken mit dem Ziel, die Konsolidierung der grenzüberschreitenden Abwicklung und Abrechnung in Europa zu befördern und dadurch die Kosten zu senken.

Zuvor hatte die Investmentbank JP Morgan Chase mitgeteilt, sie werde ihr Abrechnungsgeschäft von Clearstream abziehen und zum Konkurrenten Euroclear verlagern. JP Morgan unterstützt ebenfalls die sogenannte "horizontale" Konsolidierung unter den europäischen Abwicklungsgesellschaften. Einige Marktteilnehmer sind der Ansicht, eine Abwicklungsgesellschaft unter dem Dach einer einzigen Börse gebe dieser sehr viel Einfluss.

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