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23.01.2003

13:59 Uhr

Über 1 000 Mikrogramm Krebs erregender Substanz

Hohe Acrylamid-Werte bei Tiefkühl-Pommes

In einer Untersuchung der Stiftung Warentest von Tiefkühl-Pommes frites hat knapp die Hälfte der Proben deutlich höhere Werte des Krebs erregenden Stoffes Acrylamid aufgewiesen als von den Behörden empfohlen.

Reuters BERLIN. Von den 27 untersuchten Marken von Pommes frites aus der Tiefkühltruhe hätten 13 Produkte nach der Zubereitung im Backofen Acrylamid-Werte über 1 000 Mikrogramm aufgewiesen, teilte die Stiftung am Donnerstag mit.

Wurden die Kartoffelstäbchen in der Fritteuse erhitzt, sei die Acrylamid-Menge niedriger gewesen. Die Pommes frites seien jeweils zu den für die Zubereitung auf der Packung angegeben Höchsttemperaturen zubereitet worden.

Die Hersteller berücksichtigten nicht, dass die Entstehung von Acrylamid in großen Mengen bei Temperaturen von unter 170 Grad in der Fritteuse und unter 180 Grad im Umluftofen vermieden werden könne, kritisierte die Stiftung.

Acrylamid ist eine synthetische Substanz, die beim starken Erhitzen von kohlenhydrathaltigen Lebensmitteln entsteht. Die in der Fritteuse zubereiteten Pommes frites sind der Stiftung zufolge doppelt so fett wie die, die im Backofen erhitzt werden. Der Fettgehalt wurde nur bei zwei Produkten als gut bewertet.

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