Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

14.02.2002

15:05 Uhr

Überbuchungen sollen seltener werden

Flugpassagiere bekommen mehr Rechte

Europas Flugpassagiere sollen künftig deutlich mehr Rechte gegenüber Luftfahrt- und Flughafengesellschaften erhalten. Das sieht eine freiwillige Selbstverpflichtung zur Verbesserung der Dienstleistungen vor, die die Mitglieder der Europäischen Zivilluftfahrtkonferenz (ECAC) am Donnerstag in Straßburg im Europarat unterzeichnet haben. An der Zeremonie nahmen Vertreter von 350 Flughafen- und 100 Luftfahrtgesellschaften aus 31 europäischen Ländern teil.

dpa STRASSBURG. Die Flughäfen und Luftfahrtunternehmen verpflichten sich darin, den niedrigsten verfügbaren Flugpreis anzubieten, nicht benutzte Flugtickets schneller zurückzuerstatten sowie rascher über Verspätung und Streichung von Flügen zu informieren. Fluggäste können künftig innerhalb von 24 Stunden per Telefon eine Reservierung ohne Strafgebühren stornieren. Bei Verspätungen sollen die Passagiere mit Erfrischungen, Mahlzeiten und notfalls Unterkünften entschädigt werden. Die gesetzlich erlaubten Überbuchungen sollen verringert werden. Für körperbehinderte Fluggäste ist ein besserer Service beim Ein- und Ausstieg geplant.

Die ECAC reagiert mit der freiwilligen Selbstverpflichtung auf Pläne der EU-Kommission vom vergangenen Jahr, die Rechte von Flugpassagieren notfalls durch eine Richtlinie zu stärken. So sind nach Angaben aus Brüssel jährlich rund 250 000 Passagiere in der EU von Überbuchungen betroffen. Ein Kommissionssprecher wies in Straßburg darauf hin, dass es bereits EU-weite Vorschriften zu Rechtsansprüchen von Passagieren gebe. Darauf wiesen Tafeln an fast allen europäischen Flughäfen hin. Viele Fluggäste wüssten aber oft nichts von ihren Rechten.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×