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19.07.2000

12:13 Uhr

Übernahme-Gerüchte

DaimlerChrysler: Gerüchte über Western Star-Übernahme und Adtranz-Verkauf

Seit Monaten kursieren Gerüchte über die Übernahme des Truck-Herstellers Western Star. Das Ende des Bahn-Engagements soll hingegen unmittelbar bevorstehen.

adx/vwd STUTTGART. Gerüchte über eine Übernahme des kanadischen Bus- und Lkw Western Star Trucks Holdings Ltd, -Herstellers Kelowna/British Columbia, durch die US-DaimlerChrysler-Nutzfahrzeugtochter Freightliner LLC, Portland/Oregon, kursieren in der Branche seit geraumer Zeit. Von der DaimlerChrysler AG, Stuttgart, war am Mittwoch Vormittag dazu keine Stellungnahme zu erhalten. Western Star hatte aber vor einiger Zeit erklärt, dass das Unternehmen über Fusionsmöglichkeiten verhandelt. Weitere Interessenten für Western Star sollen auch MAN, München, und die Fiat-Nutzfahrzeugtochter IVECO, Turin, sein.

Western Star Trucks verfügt über Lkw- und Bus-Fabriken in den USA und Kanada, soll aber 1999 lediglich etwa 7 500 schwere Lkw abgesetzt haben. Freightliner ist dagegen der größte nordamerikanische Hersteller von Schwer-Lkw (Klasse acht), produziert aber auch Feuerwehr-Fahrzeuge und Schulbusse und künftig auch Transporter (Sprinter). Freightliner setzte 1999 rund 10,36 Mrd Euro und beschäftigt 18 940 Mitarbeiter. Der Absatz im Nafta-Raum stieg 1999 auf 193 000 (125 000) Einheiten. Der Marktanteil in den USA liegt bei 37 %, vor den Nfz-Herstellern Paccar, Bellevue/Washington, (Kenworth und Peterbuilt) mit 21 % und Navistar mit 16 %. Western Star hält lediglich zwei Prozent. Derzeit geht der Markt für Schwer-Lkw in den USA zurück. Freightliner-President und CEO Jim Hebe rechnete vor einiger Zeit für 2000 mit einem Rückgang um etwa zehn Prozent.

Presse: DaimlerChrysler verkauft ADtranz

Nach einem am Mittwoch vorab veröffentlichten Bericht des "Manager-Magazin" steht der Verkauf der DaimlerChrysler Rail Systems (ADtranz), Hennigsdorf, an den kanadischen Transportkonzern Bombardier unmittelbar bevor. Der Kaufpreis werde geheim gehalten, die Stuttgarter kämen jedoch ohne Verlust aus ihrem Bahn-Engagement heraus, schrieb das Magazin unter Berufung auf die Konzernzentrale.

Als Indiz für bevorstehende Veränderungen werten Beobachter weiterhin, dass die Bezeichnung DaimlerChrysler Rail System in einer Pressemitteilung des Unternehmens über neue Neigezugbestellungen der Bahn vom Vortag nicht mehr auftauchte. Anfang Juli hatten mehrere Zeitungen berichtet, dass ADtranz und die Berliner Tochter DWA des kanadischen Konzerns Bombardier offenbar eine weitreichende Kooperation bis hin zu einer möglichen Fusion planten. Zwischen beiden Unternehmen, die angesichts bislang ausbleibender Aufträge besonders der Deutschen Bahn mit Überkapazitäten und drohendem Arbeitsplatzabbau kämpfen, arbeiten seit Jahren in verschiedenen Bahntechnik-Bereichen zusammen. Zu Bombardier gehört bereits die frühere Deutsche Waggonbau AG (DWA) mit Sitz in Berlin.

Die DaimlerChrysler-Aktie gewann in dem von Gewinnmitnahmen bei Technologieaktien belasteten Umfeld gegen den Trend: Bis 13.00 gewann der Wert über 3 %, der Dax verlor bis dahin über 70 Punkte. Daimler---------------- ->



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