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07.07.2000

12:48 Uhr

Übernahme und Fusionen

Bankenfusionen müssen gut vorbereitet werden

Verringerte Transparenz, mangelnde Kontrollmöglichkeiten durch das Management und die hohe Ressourcenbindung seien u.a. die Risiken, meint Welteke.

vwd FRANKFURT. Die anhaltende Konsolidierung im Bankengewerbe durch Übernahmen und Fusionen stellt die Bankenaufsicht ebenfalls vor weitere Herausforderungen, sagte Bundesbankpräsident Ernst Welteke am Freitag in Frankfurt auf dem "Börsen-Forum" der Gontard & MetallBank AG. Solche Fusionen fänden nicht nur im Rahmen spektakulärer Großfusionen, sondern in allen Größenordnungen und in allen drei Säulen des deutschen Bankensystems statt. Mit solchen Fusionen seien zumindest auch erhöhte Risiken verbunden wie verrringerte Transparenz, mangelnde Kontrollmöglichkeiten durch das Management und die hohe Ressourcenbindung beim Vollzug, aber auch der mögliche Reputationsverlust im Falle eines Scheiterns.

"Ob eine Fusion Fluch oder Segen ist, stellt sich meist erst später heraus", so Welteke. Misserfolge seien oft auf unterschiedliche Führungs- und Unternehmenskulturen zurückzuführen. Daher müssen nach Überzeugung des Bundesbankpräsidenten Fusionen gut vorbereitet werden, auch wenn das natürlich nicht in aller Öffentlichkeit geschehen kann. Darüber hinaus müsse der gesamte Fusions- bzw. Übernahmeprozess ab einem frühen Stadium von der Aufsicht begleitet werden, damit in der Übergangsphase zu neuen Strukturen keine Systemrisiken virulent werden. Hinzu komme für die Aufsicht das Problem, dass mit Großfusionen die Zahl der Institute steigt, die als "too big to fail" gelten.

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