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28.01.2002

19:00 Uhr

Übernahmeangebot an freie Aktionäre unklar

Gardena wird frühestens Mitte Februar verkauft

Das Schicksal des Gartengerätespezialisten Gardena ist weiterhin ungewiss. Der Vorstand wird am Donnerstag bei der Bilanzpressekonferenz noch nichts über den neuen Eigentümer sagen können.

brb STUTTGART. Die beiden verbliebenen Finanzinvestoren, die britische Electra und die schwedische Industri Kapital, haben jetzt 14 Tage Zeit, um ihr endgültiges Angebot abzugeben, verlautete am Montag aus Unternehmenskreisen. Die Gründerfamilien Kress und Kastner, die alle Stammaktien halten, hatten im Sommer letzten Jahres beschlossen, sich von ihren Anteilen zu trennen und die Investmentbank Goldman Sachs mit dem Verkauf beauftragt. Unklar ist, ob der Käufer der Stammaktien an die sonstigen Aktionäre ein Übernahmeangebot machen muss. Das Bundesaufsichtsamt für Wertpapierhandel kann derzeit diese Frage nicht beantworten.

Es sei eine Auslegungsfrage, ob nach dem neuen Wertpapierübernahmegesetz, das seit Jahresanfang gilt, bei einer Übertragung von nicht börsennotierten Stammaktien ein Angebot gemacht werden muss, erklärte eine Sprecherin gegenüber dem Handelsblatt. Die Behörde wolle dies in den nächsten Tagen entscheiden. Gardena hat an der Börse nur Vorzugsaktien notiert.

Die Spekulationen um ein Übernahmeangebot hatten in den vergangenen Monaten den Kurs der Gardena-Aktie von 16 auf 27 Euro hochgetrieben. "Die eher schwache Ertragsentwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr rechtfertigt den hohen Aktienkurs nicht", erklärt Berndt Maisch, Fondsberater der BW-Bank.

In der ersten Bieterrunde schieden Electrolux und die Finanzinvestoren EQT und NIB aus. Die Gardena-Belegschaft hatte massiv gegen einen Einstieg von Electrolux protestiert, weil sie um die Unabhängigkeit von Gardena fürchtete.

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