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09.01.2001

15:14 Uhr

Umfang hängt vom Orange-Börsengang ab

France Telecom will Orange-Erlös für Aktienrückkauf nutzen

France Telecom will den gesamten Erlös aus dem Börsengang seiner Mobilfunktochter Orange zum Rückkauf eigener Aktien vom ehemaligen Orange-Eigentümer Vodafone nutzen.

Reuters PARIS. France Telecom will den gesamten Erlös aus dem Börsengang seiner Mobilfunktochter Orange zum Rückkauf eigener Aktien vom ehemaligen Orange-Eigentümer Vodafone nutzen. France Telecom-Chef Michel Bon sagte am Dienstag in Paris, man wolle so viel wie möglich Aktien des rund 14 Mrd. Euro schweren Aktienpakets zurückkaufen. Der Umfang des Rückkaufprogramms hänge vom Emissionserlös beim im Februar geplanten Börsengang von Orange ab. Mindestens sollen Bon zufolge jedoch Aktien im Wert von sieben Mrd. Euro zurückgekauft werden. Analyten rechnen mit einem Emissionserlös beim Orange-Börsengang von sieben bis zehn Mill. Euro.

Spätestens Ende März 2002 muss France Telecom das gesamte im Zuge der Orange-Übernahme Vodafone übereignete Aktienpaket zurückgekauft haben. France Telecom hatte den bis dahin vor allem auf Großbritannien fokussierten und dort drittgrößten Anbieter Orange im vergangenen Jahr von Vodafone für 37,85 Mrd. Euro übernommen und anschließend die Aktivitäten in Frankreich und die übrigen internationalen Geschäfte eingebracht. Orange soll als globale Mobilfunkmarke von France Telecom ausgebaut werden. In Deutschland gehört der Mobilfunkdienstleister Mobilcom zum Einflußbereich von France Telecom.

Beteiligung an Mobile One dementiert

Vodafone hatte Orange im Zuge des Kaufs von Mannesmann übernommen, musste sich aber auf Grund kartellrechtlicher Bestimmungen von dem Mobilfunkbetreiber wieder trennen. Mannesmann hatte die ursprünglich börsennotierte Orange von dem Hongkonger Mischkonzern Hutchison Whampoa im Wege eines kombinierten Bar- und Aktienangebots erworben und nach erfolgreicher Übernahme die Börsennotierung rückgängig gemacht.

France Telecom-Chef Bon demenierte zugleich einen Medienbericht, wonach Orange eine Beteiligung beim zweitgrößten Mobilfunkbetreiber in Singapur, Mobile One, anstrebt. Dieser Bericht sei unzutreffend, sagte Bon. Dem Bericht zufolge hat Orange mit Blick auf eine Beteiligung an Cable & Wireless Interesse an Mobile One gezeigt. Bon kündigte zudem an, die Beteiligung an dem größten britischen Kabelbetreiber NTL aus strategischen Gründen behalten zu wollen. Man prüfe, ob sich Synergieeffekte mit NTL ergäben, sagte Bon. Wie andere Telekom-Konzerne will sich France Telecom zur Aufbesserung der Bilanz von Randaktiviäten und nicht strategischen Beteiligungen trennen.

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