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20.02.2004

13:50 Uhr

Umfrage: Absolute Mehrheit möglich

CDU in Hamburg ist wieder obenauf

Eien Umfrage sieht gute Chancen für die Union, nach der Wahl zur Hamburger Bürgerschaft am 29. Februar alleine den neuen Senat zu stellen. Die CDU mit Bürgermeister Ole von Beust liegt nach einer am Freitag veröffentlichten Umfrage für das ZDF-Politbarometer derzeit bei 47 Prozent.

HB BERLIN. Die SPD, für die sich Thomas Mirow um das Spitzenamt bewirbt, kann demnach nur mit 29 % rechnen. Das wäre ihr schlechtestes Ergebnis in der Hansestadt seit Gründung der Bundesrepublik. Die Grünen liegen bei 13 %, alle anderen Parteien werden nach der Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern. So erhält der FDP bei vier Prozent. Die neue Partei des ehemaligen Amtsrichters und entlassenen Innensenators Roland Schill, Pro DM/Schill, erreicht drei Prozent. Alle anderen Parteien, auch die frühere Schill-Partei Rechtstaatliche Offensive, kommen zusammen auf vier Prozent. Gut eine Woche vor der Wahl seien aber erst 59 % aller Befragten sicher, wen sie wählen wollten, teilte das ZDF mit. Das Votum in Hamburg ist der Auftakt zu einem Wahljahr mit insgesamt 14 Parlamentswahlen und gilt als erster Test dafür, ob sich die SPD nach dem angekündigten Führungswechsel von Gerhard Schröder zu Franz Müntefering aus dem Popularitätstief erholen kann.

Bei der Bürgerschaftswahl 2001 war die Partei Rechtstaatliche Offensive Überraschungssieger mit 19,4 %. Für die SPD stimmten 36,5 %, für die CDU 26,2 %, für die Grünen 8,6 und für die FDP 5,1 %. Nach der Umfrage des ZDF-Politbarometers ist der Vorsprung der CDU besonders deutlich beim direkten Vergleich der Kandidaten. Beust ziehen 60 % der Befragten als Bürgermeister vor, für Mirow stimmten nur 28 %, zwölf Prozent wollten einen ganz anderen Kandidaten oder waren noch unentschieden.

Die vorgezogene Neuwahl war notwendig geworden, nachdem Beust Anfang Dezember Mitte-Rechts-Koalition für beendet erklärt hatte. Nach wochenlangen Querelen mit dem schon im August als Innensenator entlassenen Schill war für Beust nach eigener Aussage das Ende der Fahnenstange erreicht. Schill hatte Beust im Sommer damit gedroht, eine angebliche homosexuelle Beziehung zu Justizsenator Roger Kusch publik zu machen.

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