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27.06.2000

11:02 Uhr

Umfrage

DIHT erwartet höhere Exporte und Importe

Der Deutsche Industrie- und Handelstag erwartet Handelszuwächse. Einfuhren und Ausfuhren dürften um jeweils zwölf Prozent wachsen. Die Handelsbilanz dürfte einen Rekordüberschuss aufweisen.

Reuters BERLIN. Die deutschen Exporte werden nach Einschätzung des DIHT im laufenden Jahr mitbedingt durch den schwachen Euro erstmals die Eine-Billion-Mark-Schwelle überspringen. Sowohl die Exporte als auch die Importe dürften um jeweils zwölf Prozent zunehmen, sagte der Deutsche Industrie- und Handelstag (DIHT) am Dienstag in seiner traditionellen Umfrage unter den deutschen Außenhandelskammern in Berlin voraus. Hauptgrund für den Exportschub sei der schwache Euro. Auch die Handelsbilanz werde mit mehr als 140 Mrd. DM im laufenden Jahre einen Rekordüberschuss aufweisen.

"Das weltwirtschaftliche Umfeld ist so günstig wie lange nicht mehr", sagte DIHT-Hauptgeschäftsführer Franz Schoser laut Redetext bei der Vorstellung der Umfrage. Allerdings sei "das strahlende Bild nicht ohne Schatten", denn die Inflationsgefahr steige. Die Risiken für die Geldwertstabilität würden "erkennbar größer", denn sowohl in Nordamerika, als auch in Westeuropa nehme der Preisauftrieb zu. Hinzu kämen höhere Preise einer Reihe wichtiger Rohstoffe, wie etwa beim Erdöl. "Der Exportschub durch den schwachen Euro ist kein Ruhekissen", warnte Schoser. Die deutsche Exportwirtschaft müsse auf den Wachstumsmärkten der Welt noch wettbewerbsfähiger werden.

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