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24.01.2001

13:17 Uhr

Umfrage unter 430 Unternehmen

Arthur Andersen: Nur ein Drittel der IPO-Kandidaten börsenreif

Nur rund ein Drittel der in den Startlöchern stehenden Börsenkandidaten sei börsenreif. Defizite bestünden vor allem bei der Unternehmensplanung und im Rechnungswesen. Das ist das wesentliche Ergebnis einer Studie des internationalen Beratungs- und Prüfungsunternehmens Arthur Andersen. Im September 2000 seien rund 430 Unternehmen über den derzeitigen Stand der Vorbereitungen potenzieller Börsenkandidaten befragt worden

vwd FRANKFURT. Der Studie zufolge erstellten zwar immerhin 92 Prozent der Unternehmen einen Business-Plan. Jedoch habe noch immer rund ein Viertel der Unternehmen keine vollständigen Planabschlüsse, obwohl die Zulassungskommission bei Börsengängen am Neuen Markt verlange, dass die Emissionsbank oder ein unabhängiger Dritter den Business-Plan des Emittenten auf Plausibilität überprüfe.

Beim Rechnungswesen sehe es ähnlich aus. Obwohl die Börse empfindlich auf Fehler im Rechnungswesen reagiere, sei fast ein Fünftel der befragten Unternehmen derzeit nicht der Meinung, über ein börsenfähiges Rechnungswesen verfügen zu müssen, das ein zeitnahes und kontinuierliches Reporting gewährleisten könne. Von diesen Unternehmen wollten immerhin 50 Prozent innerhalb des nächsten Jahres an die Börse gehen. "Am Neuen Markt ist die Rechnungslegung nach US-GAAP oder IAS verbindlich. Es empfiehlt sich daher, das Rechnungswesen frühzeitig in Einklang mit internationalen Rechnungslegungsgrundsätzen zu bringen", sagte dazu Stephan Hanft, Partner bei Arthur Andersen.

"Investor-Relations-Maßnahmen können nur dann erfolgreich sein, wenn die derzeitigen und potenziellen Kapitalgeber zeitnah informiert werden", so Hanft weiter. Ein Halbjahres- oder Quartalsbericht sei für diesen Zweck ein geeignetes Mittel. Eine hohe Publizitätsbereitschaft sei von den befragten Unternehmern auch selbst als wichtig erachtet worden. Nur 75 Prozent der befragten Unternehmen stellten neben dem Jahresabschluss bereits Monats- und/oder Quartalsabschlüsse auf.

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