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19.07.2000

16:23 Uhr

Umfrage von Andersen Consulting

Eine Millionen Internet-Jobs bis 2002 allein in Deutschland möglich

Die deutsche Internet-Wirtschaft ist bereits 1999 mit einem Umsatz von rund 96,3 Mrd. DM die größte Europas gewesen.

ap FRANKFURT/MAIN. In Deutschland könnte es schon 2002 eine Mill. Jobs in der Internet-Branche geben. Die Unternehmensberatung Andersen Consulting berichtete am Mittwoch in Frankfurt am Main von einer aktuellen Umfrage unter 160 Managern und Regierungsvertretern weltweit. Bereits 1999 seien in Deutschland rund 318 000 Arbeitnehmer in der Branche tätig gewesen. Auch für dieses Jahr seien die Aussichten positiv. Die Zahl der offenen Internet-Stellen in Online-Jobbörsen habe sich seit Januar mehr als verdoppelt. Die deutsche Internet-Wirtschaft sei bereits 1999 mit einem Umsatz von rund 96,3 Mrd. DM (49,24 Mrd. Euro) die größte Europas gewesen.

Bis zum Jahr 2002 würden die Umsätze auf rund 412 Mrd. DM steigen. Der Grund für den rasanten Anstieg neuer Stellen sei auch darin zu finden, dass immer mehr traditionelle Unternehmen erfolgreich den Schritt in die E-Economy wagen würden. "Neben den Dot.Com-Firmen entstehen deswegen jetzt vor allem durch die Restrukturierung der Old Economy zusätzliche Arbeitsplätze", hieß es weiter. Größte Arbeitskräfte-Nachfrager seien dabei die Banken und die Automobilindustrie. Aber auch für den Ausbau technischer Infrastruktur würden Tausende von Fachkräften gesucht.

Abkühlung ist nicht von Dauer

Die Unternehmen brauchten dabei nicht nur Informatiker und Web-Designer, sondern vor allem Projektmanager, Produktmanager, Berater und Experten für den Vertrieb. Bis 2002 würden in Westeuropa und den USA mehr als zehn Millionen Menschen direkt oder indirekt in der New Economy beschäftigt sein. Die momentane Abkühlung des Internet-Fiebers ändere nicht den grundlegenden Wachstumstrend der Internet-Wirtschaft, erklärte die Unternehmensberatung. Es habe sich gezeigt, dass einige große Konzerne der Old Economy Erfolgsfaktoren und interessante Geschäftsmodelle der Start-Ups übernommen hätten - und damit würden sie nun zu den eigentlichen Jobmaschinen.



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