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27.01.2003

07:50 Uhr

Umfragen: Likud vorn

Höchster Terroralarm vor Wahl in Israel

Die israelischen Sicherheitskräfte sind einen Tag vor der Parlamentswahl am Dienstag im ganzen Land in höchste Alarmbereitschaft versetzt worden. Bereits um Mitternacht wurden die besetzten Palästinensergebiete für zwei Tage abgeriegelt.

HB/dpa TEL AVIV. Über die Städte im Westjordanland wurde eine Ausgangssperre verhängt. Nach Presseberichten vom Montag planten palästinensische Extremisten in Israel selbst schwere Terroranschläge, um den Ablauf der vorgezogenen Wahl zu stören. Zehntausende Polizisten und Soldaten werden nach Angaben des Innenministeriums am Dienstag eingesetzt, um mögliche Anschläge zu verhindern.

Nach übereinstimmenden Meinungsumfragen der israelischen Medien vom Montag kann die regierende Likud-Partei von Ministerpräsident Ariel Scharon bei der Wahl mit bis zu 33 der 120 Knesset-Sitze rechnen, das wäre ein Zugewinn von mehr als zehn Mandaten. Die oppositionelle Arbeitspartei, bisher die größte Fraktion mit zuletzt 25 Sitzen, wird danach 6 Mandate abgeben und mit etwa 19 Mandaten künftig nur noch zweitstärkste Fraktion in der 16. Knesset werden.

Die gesamte Führung der Arbeitspartei bekräftigte am Sonntag, dass eine große Koalition mit Scharon ausgeschlossen sei, weil dessen Partei zu einem Frieden mit den Palästinensern nicht bereit sei. Insgesamt treten am Dienstag 26 Parteien zur Wahl an. In der aufgelösten 15. Knesset waren zeitweilig bis zu 18 Parteien oder politische Gruppen vertreten.

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