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28.01.2003

08:35 Uhr

Umsatz- und Gewinnrückgang

Jenoptik fällt wieder zurück

Der Technologiekonzern Jenoptik hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2002 vor allem auf Grund von Restrukturierungsaufwendungen und der Verschiebung von Aufträgen weniger Umsatz und Gewinn erzielt. Allerdings erfüllte Jenoptik seine zuletzt gemachten Prognosen.

Reuters FRANKFURT. Nach vorläufigen Zahlen sei der Umsatz auf rund 1,6 Milliarden Euro von 2,001 Milliarden Euro im Vorjahr gefallen, teilte die im Nebenwerteindex MDax gelistete Jenoptik AG am Dienstag mit. Den Jahresüberschuss erwarte Jenoptik für 2002 zwischen 40 und 50 Millionen Euro nach 88,3 Millionen Euro im Rekordjahr 2001. Mit den Zahlen liege der Konzern im Rahmen der im November abgegebenen Prognosen, hieß es.

Positiv entwickelt habe sich dagegen die Situation beim Auftragseingang und Auftragsbestand, teilte Jenoptik weiter mit. Trotz der anhaltenden Konjunkturschwäche und der weltweiten Halbleiterkrise habe der Auftragseingang 2002 mit einem Plus von 13 Prozent auf 2,13 Milliarden Euro eine neue Bestmarke erreicht. Der Auftragsbestand sei auf 2,25 Milliarden Euro von 1,75 Milliarden Euro und damit um 29 Prozent geklettert.

Verantwortlich für den Rückgang bei Umsatz und Jahresüberschuss seien drei Faktoren gewesen, teilte Jenoptik weiter mit. So seien Projekte und Aufträge im Unternehmensbereich Clean Systems von Kunden in das Jahr 2003 verschoben worden. Dadurch werde ein Volumen von 300 Millionen Euro erst im laufenden Jahr 2003 umsatz- und ergebniswirksam. Darüber hinaus werde das Ergebnis durch einen Restrukturierungsaufwand für die M+W Zander Tochtergesellschaft in den USA in Höhe von zehn Millionen Euro belastet.

Die Schwäche der Kapitalmärkte habe zudem auch die Jenoptik-Tochter DEWB betroffen, die auf Grund von Abschreibungen auf Beteiligungen einen Verlust ausweise, der sich unmittelbar auf das Finanzergebnis des Konzerns auswirke. Die Jenoptik-Aktien hatten am Montag bei 8,60 Euro geschlossen und sind damit seit Jahresanfang um zwölf Prozent gefallen.

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