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08.01.2001

16:39 Uhr

Umsatz und Umsatzrendite auf Rekordwert

BMW vermeldet Absatzrekord

Der Münchener Autokonzern BMW hat mit einem Rekordabsatz von Fahrzeugen im abgelaufenen Jahr seinen Marktanteil in Deutschland nach eigenen Angaben auf den höchsten Stand seiner Geschichte gesteigert.

Reuters DETROIT. Weltweit seien über 822 000 (Vorjahr 751 272) Autos ausgeliefert worden, erklärte Vorstandschef Joachim Milberg am Montag auf der Autoschau in Detroit (USA). Das entspreche einer Steigerungsrate von 9,4 %. Auch für das laufende Jahr äußerte sich Milberg im Gespräch mit Journalisten optimistisch: "Wir haben allen Grund, äußerst positiv auf das eben begonnene Jahr zu schauen", sagte er.

Allein im Dezember habe BMW fast 70 000 Wagen an die Händler ausgeliefert, 13,7 % mehr als im gleichen Vorjahresmonat, teilte BMW weiter mit. Bereits im Dezember hatte Milberg für das Jahr 2000 Verkäufe von mehr als 820 000 Fahrzeugen in Aussicht gestellt. In Deutschland habe sich BMW mit einem Absatzwachstum von 0,2 % dem Abwärtstrend der anderen Marken widersetzt und mit 240 600 verkauften und 238 000 zugelassenen Fahrzeugen den Marktanteil auf 7,0 von zuvor 6,2 % ausgebaut, sagte der BMW-Chef weiter. Das sei der höchste Wert aller Zeiten. Die Verkaufszahlen seien Beweis dafür, dass die so genannte Premiummarkenstrategie von BMW richtig sei. Auf der Autoschau stellt BMW die Cabrio-Version des Sportwagens M3 vor, der im Frühjahr auf den Markt kommt.

In den USA stieg der BMW-Absatz den Angaben zufolge um rund ein Viertel auf 189 423 (154 970) Fahrzeuge. In den letzten fünf Jahren hätten sich die Verkaufszahlen für BMW in den USA damit fast verdoppelt. Vor allem das in Spartanburg gebaute Freizeit- und Geländefahrzeug X5 und die Dreier-Reihe hätten zu dem Erfolg beigetragen. In Großbritannien ging der Absatz nach dem Verkauf der britischen BMW-Tochter Rover um drei Prozent auf 68 300 BMWs zurück.

Der BMW-Chef bekräftigte, dass der Münchener Autokonzern im abgelaufenen Jahr sowohl den Umsatz als auch die Umsatzrendite auf Rekordwerte gesteigert habe. Bereits Mitte Dezember hatte Milberg erklärt, dass BMW 2000 mit über 34,4 Mrd. Euro mehr umgesetzt habe als ein Jahr zuvor und damit die Einbuße durch den Wegfall der verkauften Marken Rover und Land Rover beim Umsatz mehr als wett gemacht habe. Seine bislang höchste Umsatzrendite hatte BMW 1997 mit 4,2 %, bezogen auf das Ergebnis aus dem gewöhnlichen Geschäft, erreicht. Die in den vergangenen Tagen deutlich gestiegene Aktie von BMW gab am Montag um 1,8 % auf 37,00 Euro nach. Händler sprachen von Gewinnmitnahmen.

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