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22.01.2003

15:25 Uhr

Umsatzniveau 2003 kaum zu halten

Einsparungen machen sich für Merrill Lynch bezahlt

Die größte amerikanische Investmentbank Merrill Lynch hat trotz eines scharfen Umsatzrückgangs mit Hilfe massiver Kostensenkungen ihren Gewinn im Jahr 2002 mehr als vervierfacht. Die Gesellschaft verdiente 2,6 Mrd. Dollar (2,4 Mrd Euro) gegenüber 573 Mill. Dollar im Vorjahr. Der Gewinn pro Aktie legte auf 2,69 (0,57) Dollar zu.

HB/dpa NEW YORK. Es waren 143 Mill. Dollar an Sonderbelastungen nach Steuern im Zusammenhang mit Ausgaben für den Vergleich zur Beilegung von Vorwürfen über Analystenberichte angefallen. Der Umsatz fiel um 15 % auf 18,6 Mrd. Dollar, gab Merrill Lynch am Mittwoch bekannt.

Merrill-Lynch-Chef Stan O'Neill verwies auf das schwierige Marktumfeld. Die besseren Ergebnisse seien direkt auf umsatzsteigernde Maßnahmen in bestimmten Bereichen und auf die reduzierten Kosten zurückzuführen gewesen. Es werde allerdings schwierig sein, das Umsatzniveau des Jahres 2002 im laufenden Jahr zu halten.

Der Umsatz schrumpfte im vierten Quartal 2002 gegenüber der entsprechenden Vorjahreszeit um 11,5 % auf 4,2 Mrd. Dollar. Die in New York ansässige Gesellschaft verdiente jedoch 603 Mill. Dollar oder 63 Cent je Aktie. Merril Lynch hatte im Oktober-Dezember-Abschnitt 2001 wegen Milliardenbelastungen für Massenentlassungen einen Verlust von 1,3 Mrd. Dollar oder 1,51 Dollar je Aktie verbucht.

Merrill Lynch habe im vergangenen Jahr 6500 Mitarbeiter gefeuert. Das Unternehmen habe in den vergangenen zwei Jahren 30 % seiner Stellen gestrichen, berichtete die US-Wirtschaftsagentur "Bloomberg".

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