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01.04.2003

09:15 Uhr

Umsatzrückgang im Februar

Einzelhändler erwarten keine Impulse

Die deutschen Einzelhändler haben im Februar weniger umgesetzt als im Vormonat. Zum Januar sei der Umsatz im Einzelhandel saisonbereinigt nominal um 1,1 % und unter Herausrechnen der Inflation (real) um 1,2 % zurückgegangen, teilte das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mit.

Reuters BERLIN. Im Vergleich zum Februar 2002 habe die Branche nominal zwar 0,2 % weniger umgesetzt, real lagen die Umsätze aber noch 0,4 % über dem Vorjahr. Vom privaten Verbrauch sei derzeit kein Impuls zu erkennen, er ziehe die Konjunktur aber auch nicht weiter nach unten, sagte Ralph Solveen, Volkswirt bei der Commerzbank.

Von Reuters befragte Volkswirte hatten einen Rückgang des realen Umsatzes von 1,4 % zum Januar und von 0,2 % zum Februar 2002 erwartet. Analysten hatten bereits nach dem unerwartet kräftigen Umsatzplus im Januar vor verfrühter Euphorie gewarnt. Auch die jüngste Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) zur Verbraucherstimmung hatte zuletzt wenig Hoffnung auf eine baldige Rückkehr der Kauflust gemacht. Zwar nahm die seit Monaten starke Kaufzurückhaltung im März etwas ab, wegen des großen Pessimismus der Verbraucher rechnet die GfK jedoch nicht mit einer schnellen Aufhellung des Konsumklimas.

Im Februar entwickelten sich die einzelnen Einzelhandelsbereiche unterschiedlich. Der Einzelhandel mit Nahrungsmitteln, Getränken und Tabakwaren verzeichnete den Angaben zufolge zum Februar 2002 einen nominalen und realen Umsatzanstieg. Dabei setzten die Lebensmittelgeschäfte mit breitem Sortiment - wie Supermärkte - nominal 0,3 und real 1,6 % mehr um. Dagegen ging der Umsatz im Facheinzelhandel mit Lebensmitteln zum Vorjahresmonat nominal um 2,7 und real um 2,4 % zurück.

Auch im Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln verlief das Geschäft in den Branchen sehr unterschiedlich. Der Facheinzelhandel mit kosmetischen, pharmazeutischen und medizinischen Produkten sowie Apotheken erzielte ebenso nominale und reale Umsatzzuwächse zum Vorjahr wie der sonstige Einzelhandel mit Waren verschiedener Art, zu dem Kaufhäuser gehören. Auch der Versandhandel setzte mehr um. Dagegen mussten sonstige Facheinzelhändler wie Buchläden und Sportgeschäfte Umsatzeinbußen hinnehmen. Auch der Facheinzelhandel mit Hausrat und Heimwerkerbedarf, vor allem aber Textil- und Schuheinzelhändler setzten deutlich weniger um.

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