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23.01.2001

18:02 Uhr

rtr FRANKFURT. Die am Neuen Markt notierte Cenit AG wird im Geschäftsjahr 2000 zwar ihr Umsatzziel erreichen, doch beim Vorsteuerergebnis die Vorgaben aufgrund von Investitionen deutlich verfehlen. Der Umsatz werde nach vorläufigen Berechnungen mit rund 120 Millionen Mark die Planungen erfüllen, sagte Unternehmenssprecher Fabian Rau am Dienstag. Jedoch werde das von dem EDV-Dienstleister ursprünglich erwartete Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebita) von acht Millionen Mark nicht erreicht. Hintergrund seien unter anderem Investitionen im Ausland.

Der Börseninformationsdienst "mainvestor" hatte in einer Vorabveröffentlichung am Dienstag unter Berufung auf Kreise berichtet, Cenit werde für 2000 ein Ergebnis unter Plan vorlegen. Auf Basis vorläufiger Zahlen sei von einem Ebita im Bereich von etwa 2,3 Millionen Mark und einem Umsatzvolumen von 120 Millionen Mark auszugehen, hieß es. Auf Nachfrage sagte Rau nur, die von "mainvestor" gemachte Ebita-Angabe "bewege sich im Bereich des Möglichen".

"mainvestor" hatte weiter berichtet, bei dem Stuttgarter Unternehmen würden insbesondere die Töchter in Großbritannien und der Schweiz erhebliche Kosten verursachen. Rau sagte dazu, Cenit habe 2000 ein gutes Jahr gehabt und habe im Rahmen der Internationalisierung die Zukäufe integriert, was mit Finanzlasten verbunden sei. Die Stuttgarter hätten aber keine "Internetbuden" sondern Unternehmen gekauft, die in ihrem Land und ihrem jeweiligen Markt gut aufgestellt seien, betonte der er.

Für das aktuelle Jahr kündigte er an, bereits in nächster Zeit mit einigen neuen Großaufträgen an die Öffentlichkeit zu treten. Über die Planzahlen für 2001 wollte er keine Angaben machen, da die Vorgaben wegen der Akquisitionen noch erarbeitet würden. Die endgültigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2000 sollen im Februar veröffentlicht werden.

Die Aktien von Cenit verloren bis zum frühen Dienstagabend bei dünnen Umsätzen in einem etwas festeren Gesamtmarkt 5,6 Prozent auf 16,80 Euro.

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