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14.06.2000

15:04 Uhr

dpa KARLSRUHE/STUTTGART. In Deutschland boomt der Markt für Industrielle Bildverarbeitung (IBV): Für das laufende Geschäftsjahr wird eine Umsatzsteigerung auf gut eine Milliarde DM erwartet. 1999 habe der Branchenumsatz in Deutschland um 21,8 Prozent auf 865 Mill. DM (442 Mill. Euro) zugelegt, teilte das Vorstandsmitglied der Fachabteilung Industrielle Bildverarbeitung/Machine Vision im Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbauer (VDMA), Enis Ersü, am Mittwoch in Karlsruhe mit.

Die IBV soll eine vollständige Qualitätskontrolle in der automatisierten Fertigung garantieren. IBV-Komponenten werden unter anderem in der Pharma-Industrie, der Medizin, der Autoindustrie, der Holzverarbeitung, der Kunststoffherstellung, beim Recycling sowie in der Textil- und Nahrungsmittelindustrie eingesetzt.

Für die nächsten Jahre rechnet die Branche mit Umsatzzuwachsraten von jährlich 25 Prozent. Im laufenden Jahr wird für das Marktsegment ein Weltgesamtumsatz von zwölf Mrd.. DM erwartet. Die Spitzenposition halten nach Angaben Ersüs die USA mit einem Anteil von gut 30 Prozent vor Europa mit 24 Prozent. Ein Drittel des Umsatzes in Europa werde von den 200 deutschen Unternehmen erwirtschaftet, hieß es. 29 Prozent aller deutschen Hersteller sitzen in Baden-Württemberg, 27 in Bayern und 16 in Nordrhein-Westfalen.

Europas bedeutendste Fachmesse für industrielle Bildverarbeitung und Identifikationstechnologien, die "Vision 2000", findet vom 18. bis 20. Oktober in Stuttgart statt. Rund 120 Aussteller aus dem In- und Ausland stellen ihr Angebot vor. Die Messe Stuttgart International rechnet mit knapp 5 000 Fachbesuchern. Rund 47 Prozent der Aussteller präsentierten IBV-Anwendungen, 42 Prozent hätten ihren Produktschwerpunkt im Bereich Komponenten und Messgeräte, hieß es.

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