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12.03.2003

17:07 Uhr

Umschuldung soll Staatsinsolvenz vermeiden

Uruguay vor Zahlungsunfähigkeit

Das hochverschuldete Uruguay will durch Umschuldungsverhandlungen im letzten Augenblick die drohende Zahlungsunfähigkeit vermeiden. Das berichteten nationale Medien am Mittwoch unter Berufung auf Wirtschaftsminister Alejandro Atchugarry und den Präsidenten der Zentralbank, Julio De Brun.

HB/dpa MONTEVIDEO. Brun kündigte zugleich "vorsorgliche" Gespräche mit den Gläubigern des südamerikanischen Landes an.

"Es wird Gespräche geben, in denen wir den Gläubigern unsere Lage darlegen werden, damit sie aus eigenem Interesse einer Vereinbarung zur Sicherung ihrer Investitionen zustimmen können", wurde der Zentralbankpräsident zitiert. Betroffen seien Devisenschulden bei in- und ausländischen Gläubigern mit einer Laufzeit von mehr als zwölf Monaten, stand in einer offiziellen Erklärung vom Dienstagabend. Nach Worten von Atchugarry geht es darum, die Finanzierungslücke zu schließen und die Devisenschulden wieder "handhabbar" zu machen.

Nach der starken Abwertung der Landeswährung Peso übersteigen die Devisenschulden inzwischen die Marke von 100 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Im August vergangenen Jahres war Uruguay nur durch Milliardenhilfen internationaler Finanzinstitutionen wie des Internationalen Währungsfonds (IWF) vor einer schweren Finanzkrise und dem Zusammenbruch des Bankensystems gerettet worden. Finanzexperten gehen davon aus, dass nur eine umfassende Umschuldung dem Land wieder Perspektiven für eine tragfähige wirtschaftliche Entwicklung verschaffen kann.

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